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Nomura: EZB wird PEPP nochmals ausweiten - aber erst im März 2021

Die Märkte können sich nach Ansicht von George Buckley, Europa-Chefvolkswirt von Nomura, auf eine nochmalige Ausweitung des Kaufprogramms PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) einstellen. Zusätzliche 250 bis 500 Milliarden Euro erwartet Buckley von der EZB – jedoch erst im März 2021.

George Buckley, Nomura Bank
George Buckley, Europa-Chefvolkswirt von Nomura
© Nomura

Die Notenbank werde ihre wöchentlichen Anleihekäufe wieder hochfahren, jedoch nicht bis auf das hohe Niveau aus dem Mai dieses Jahres, sagt George Buckley, Europa-Chefvolkswirt von Nomura. Buckley weiter: „Wir gehen davon aus, dass die EZB den verfügbaren Spielraum nutzen wird, indem sie das wöchentliche Tempo der PEPP-Käufe erhöht, um mit einer Kombination aus schwacher Inflation und möglicherweise einer moderateren Erholung fertig zu werden. In Kombination mit saisonalen Verschiebungen erwarten wir, dass die Käufe zwischen dem derzeitigen Stand (etwa 15 Milliarden Euro pro Woche) und dem bisherigen Höchststand (fast 35 Milliarden Euro) auf etwa 20 bis 25 Milliarden Euro ansteigen werden. Die Tatsache, dass die Streuung der Renditen wieder auf das Niveau vor der Pandemie zurückgegangen ist - was Frau Lagarde auf der Pressekonferenz in dieser Woche anmerkte - dürfte die Notwendigkeit begrenzen, das Tempo der PEPP-Käufe wieder auf das im Mai beobachtete Niveau zurückzuführen."

Noch 250 bis 500 Milliarden Euro mehr Pulver?
Darüber hinaus hat man bei Nomura die Prognose um eine weitere Ausweitung des PEPP um 250-500 Milliarden Euro auf der Tagung im März 2021 erweitert. Die Gründe dafür, bis März zu warten, seien die folgenden: Erstens werde die EZB im Dezember noch weitere sechs Monate Zeit haben, um mit dem bestehenden Volumen von 1,35 Billionen Euro zurechtzukommen (vorausgesetzt, das Tempo der Anleihekäufe wurde nicht zu stark erhöht). Zweitens werde die EZB durch das Warten bis März über weitere Informationen verfügen, auf die sie ihre Entscheidung stützen könne, und drittens - warum im Dezember geldpolitische Munition verschwenden, wenn die Märkte die EZB nicht dazu zwingen? Warum das PEPP überhaupt ausweiten? "Wenn die Inflationsprognosen der EZB im März ähnlich aussähen wie in diesem Monat, dann wäre das an sich schon eine Rechtfertigung, und eine Abwicklungsphase statt eines abrupten Stopps könnte das Risiko einer Erschütterung der Finanzmärkte vermeiden",  gibt Buckley zu bedenken. (kb)

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