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Nomura AM wittert schädliches Growth-Übergewicht bei ESG-Fonds

Das derzeitige Angebot an nachhaltigen Anlagestrategien weist eine klare Ausrichtung auf Wachstumstitel auf. Dies erklärt auch die starke Performance vieler Nachhaltigkeitsfonds in den vergangenen zwei Jahren. Doch damit ist es - zumindest vorläufig einmal - vorbei.

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Alex Rowe, Portfoliomanager für nachhaltige Anlagestrategien bei Nomura Asset Management
© Nomura Asset Management

Nun, da das Pendel der Investorenpräferenzen in Richtung Value-Aktien schwingt, sorgt die Ausrichtung auf „Growth“-Titel bei ESG-Anlagen für Nachteile. Dies sind die Kernaussagen einer Analyse von Nomura Asset Management.

Artikel 9-Fonds zu fünf Sechstel mit Growth-Bias
Die Untersuchung, die sich auf Daten von Morningstar stützt, zeigt, dass 85 Prozent der global anlegenden Aktienfonds, die als SFDR Artikel-9-Fonds geführt sind, ein Übergewicht in Wachstumstiteln haben. „Das Übergewicht in Wachstumswerten hat sich folgerichtig in einer schwachen Wertentwicklung der Nachhaltigkeitsfonds seit dem Beginn des Jahres 2021 niedergeschlagen“, erklärt Alex Rowe, Portfoliomanager für nachhaltige Anlagestrategien bei Nomura Asset Management.

Artikel 9-Fonds über 14 Monate fast acht Prozent hinter des MSCI ACWI
Laut den Morningstar-Daten haben nachhaltige Strategien im Zeitraum von Ende Januar 2021 bis Ende März 2022 um durchschnittlich 7,9 Prozent schlechter abgeschnitten als der MSCI ACWI. Von allen untersuchten Fonds haben ganze drei Viertel schlechter abgeschnitten als der Index. In den zwölf Monaten zuvor, als Growth-Titel in der Gunst der Anleger noch oben standen, haben die Artikel-9-Fonds hingegen den Index noch um 5,8 Prozent outperformt. 

Faktoranalyse
Die Analyse der von Nomura untersuchten Nachhaltigkeitsfonds deutet außerdem auf eine leichte Tendenz zu Unternehmen mit geringerer Qualität und weniger Stabilität hin, was sich in einer Untergewichtung des Faktors „Profit“ und einer Übergewichtung von Unternehmen mit hohen Ertragsschwankungen zeigt.

Altes Denken führt zu Tech-Übergewichtung 
Portfoliomanager Rowe ist davon überzeugt, dass die Übergewichtung von Technologiefirmen in Nachhaltigkeitsfonds veralteten Denkweisen geschuldet ist: „Tatsächlich neigt man nach der althergebrachten Denkweise eher dazu, Wachstumstitel, vor allem Tech-Firmen, ins Portfolio zu nehmen, weil diese aufgrund ihrer Geschäftsmodelle per se geringere negative Umweltauswirkungen haben als beispielsweise Chemiekonzerne oder Industrieunternehmen.“

Neuer Ansatz hat positive Nutzenstiftung im Fokus
Rowe hält es hingegen für sinnvoller, auf Unternehmen zu setzen, die einen hohen positiven Nutzen stiften, über alle Interessengruppen hinweg. Als Beispiel nennt er den Pharmasektor:  „Es gibt eine Reihe von nachhaltig geführten Pharmaunternehmen, die Behandlungen für schwerwiegende Krankheiten entwickeln, den möglichst einfachen und günstigen Zugang zu Medikamenten proaktiv angehen und die Preise für diese Behandlungen verantwortungsvoll gestalten. Es gibt also einige Pharmafirmen, bei denen es sich um qualitativ hochwertige, ausgereifte Unternehmen mit attraktiven Bewertungen handelt und die zugleich einen hohen positiven Nutzen für die Gesellschaft stiften.“

Pharma zu Unrecht in Nachhaltigkeitsfonds unterrepräsentiert 
Laut Rowe ist der Pharmasektor ein gutes Beispiel für einen Value-Sektor, der in nachhaltigen Fonds zu Unrecht unterrepräsentiert ist. Sein Fazit: „Es müssen nicht immer Tech-Firmen oder Lieferanten grüner Energien sein – höchst nachhaltige Unternehmen lassen sich auch in anderen Sektoren finden.“ (kb)

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