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NN IP: Asset Manager sollen aktiv gegen überhöhte Vergütungen vorgehen

In den letzten Jahren haben die Corona-Pandemie und in jüngster Zeit die Energiekrise eine breitere Debatte über die hohen Vergütungen von Führungskräften ausgelöst, insbesondere angesichts einer eklatanten Einkommensungleichheit.

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Florentine van den Eerenbeemt, Spezialistin für verantwortungsvolle Investitionen bei NN Investment Partners
© NN Investment Partners

Dies hat dazu geführt, dass sich Asset Manager verstärkt mit den Unternehmen, in die sie investieren, über das Thema Managervergütungen unterhalten. Vergütungsregelungen für Vorstände, die gut auf die Strategie des Unternehmens, einschließlich der entsprechenden Nachhaltigkeitsziele, abgestimmt sind, sind oft eng mit dem Unternehmenserfolg verknüpft. Die Vergütung von Führungskräften sollte dementsprechend Anreize für eine langfristige Wertschöpfung schaffen und zu nachhaltigen Praktiken beitragen.

Langfristige Anreizstruktur und gänzlich leistungsbezogen
Nach Ansicht von NN Investment Partners (NN IP) sollten Vergütungspläne zu 100 Prozent  leistungsbezogen sein. Alle Leistungskriterien sollten zudem messbar, transparent und relevant für den langfristigen Erfolg des Unternehmens sein. Daher erwartet NN IP, dass Unternehmen auch nicht-finanzielle Nachhaltigkeitsmaßnahmen in ihre Vergütungspolitik aufnehmen. Wenn die Führungsriege nicht für die Umsetzung einer nachhaltigen Geschäftsstrategie belohnt werden, indem die Nachhaltigkeitskennzahlen mit der Vergütung verknüpft sind, kann NN IP gegen die Vergütungspolitik eines Unternehmens stimmen.

Kooperation
NN IP arbeitet in der Regel über drei bis fünf Jahre mit Unternehmen zusammen und legen Veränderungsziele und Meilensteine fest, um Fortschritte zu verfolgen. Man unterstützt und berät Unternehmen, in die man investiert, und überwacht ihre Maßnahmen. Wenn die Fortschritte unzureichend sind oder ein Unternehmen das Feedback von NN IP konsequent ignoriert, können zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, darunter den Ausschluss des Unternehmens aus dem Investitionsportfolio. Dies ist jedoch das letzte Mittel der Wahl: NN IP zieht es vor, investiert zu bleiben und ein Mitspracherecht zu haben, um den Wandel zu steuern.

Koordiniertes Engagement bewirkt Wandel
Florentine van den Eerenbeemt, Spezialistin für verantwortungsvolle Investitionen bei NN Investment Partners, kommentiert: „Bei den größten Treibhausgasemittenten der Welt kann NN IP gegen den Vergütungsplan stimmen, wenn das Unternehmen keine Elemente der Klimaschutzleistung in das Vergütungssystem für Führungskräfte aufgenommen hat. Wir nutzen die Abstimmungen über die Vergütung auch als eine Form der Eskalation – etwa dann, wenn wir über den mangelnden Fortschritt bei den festgelegten Nachhaltigkeitszielen besorgt sind. Im Allgemeinen unterstützen wir Aktionärsanträge, die sich mit wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen befassen. Auch wenn einige Anträge nicht angenommen werden, sind wir der Meinung, dass unser Votum eine deutliche Botschaft an den Vorstand sendet. Um wirklich etwas zu erreichen, müssen sich aber mehr Unternehmen und Investoren engagieren.“ (kb)

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