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Nikko AM: Steigende Risiken für Asiens Unternehmensanleihen

Asiatische Unternehmensanleihen stehen derzeit unter genauer Beobachtung. Das liegt aber nicht nur am Virus, dass sich in Asien wieder stärker ausbreitet, sondern auch an anderen Faktoren, erklärt Nikko Asset Management.

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© Matthieu / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren mit Exposure in Asia Corporate Debt sollten vielleicht genauer auf diesen Markt achten. Denn die Ausbreitung der Delta-Variante beunruhigt die globalen Risikomärkte insgesamt und hat zuletzt auch den asiatischen Unternehmensanleihen zugesetzt. Die Wachstumsaussichten vieler asiatischer Länder mit ihren niedrigen Impfraten werden kritisch beäugt. Was das für Asiens Credits bedeutet, erläutern die Asian-Fixed-Income-Spezialisten von Nikko Asset Management.

Kurzfristig drohen Kursverluste
Die mittelfristigen Fundamentaldaten sprechen weiterhin für eine moderate Einengung der Renditeaufschläge in Asien in der zweiten Jahreshälfte. Allerdings haben die kurzfristigen Abwärtsrisiken zugenommen. Wer seine Position in Unternehmensanleihen erhöht, sollte in den nächsten Monaten vorsichtig, schrittweise und selektiv vorgehen. 

Die aktuelle Infektionswelle dürfte die wirtschaftliche Erholung in vielen asiatischen Ländern dämpfen. Der gesamte Erholungsprozess wird davon jedoch eher verzögert als zum Entgleisen gebracht. Fortschritte bei den Impfkampagnen sowie eine unterstützende Fiskal- und Geldpolitik dürften die Wachstumsdynamik wieder ankurbeln, sobald die Virus-Welle abebbt. 

Die Fundamentaldaten der Unternehmensanleihen dürften ebenfalls robust bleiben; die positive Ertragsdynamik könnte jedoch in der zweiten Jahreshälfte schwächeln und in den verschiedenen Sektoren unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Einige Dienstleistungsbranchen, wie die Reise- und Freizeitbranche, dürften vom Infektionsgeschehen besonders betroffen sein.

Einstiegsgelegenheiten nutzen
Darüber hinaus kommen die Credit-Kennzahlen in den Sektoren, die von regulatorischen Änderungen und der strafferen Politik Chinas betroffen sind, stärker unter Druck. Die Spread-Ausweitung im Juli hat einige dieser Schwächen wahrscheinlich eingepreist, was die Bewertung attraktiver macht. Nichtsdestotrotz dürften die Schwankungen in nächster Zeit hoch bleiben.

Auf kurze Sicht liegen weitere Risiken in der möglicherweise aggressiveren Straffung der US-Geldpolitik und in einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und China. (aa) 

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