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Nikko AM: Joe Bidens erste "Executive Orders" mit Spannung erwartet

Was Investoren von den ersten Tagen von Joe Bidens Amtszeit erwarten und in wie weit sich dies auf die Finanzmärkte auswirken könnte, erläutert der Chefstratege von Nikko Asset Management.

John Vail
John Vail, Nikko Asset Management
© Nikko AM

„Noch liegen keine vollständigen Informationen darüber vor, welche Executive Orders Joe Biden ändern oder anstoßen wird. Einige könnten sich jedoch auf die Märkte auswirken, insbesondere mögliche Einschränkungen beim Fracking oder andere zusätzliche Regulierungen, vor allem in den Bereichen Gesundheitswesen und Arzneimittel. Allerdings könnte es sein, dass die Bezirksrichter einige dieser Anordnungen auf die gleiche Weise stoppen, wie sie es bei Trumps Anordnungen getan haben", erklärt John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management, anlässlich der bevorstehenden Machtübernahme Joe Bidens in den USA.

Frage der Aggressivität
Wie aggressiv seine Anordnungen sind, werde zeigen, wie sehr Biden einen Kompromiss mit den Republikanern im Senat über das erste Konjunkturprogramm anstrebt. Möglicherweise könnte er, wenn seine Anordnungen nicht radikal sind und die Verhandlungen ohne Schuldzuweisungen verlaufen, genügend Republikaner dazu bringen, etwa die Hälfte seiner fiskalischen Forderungen zu verabschieden. Das wäre laut Vail positiv für die Märkte.

Progressives Kabinett
Das vorgeschlagene Kabinett hat laut Vail einen progressiven Einschlag. Das gilt auch für Yellen, die eher aus dem Zentrum kommt und zweifellos hohes Ansehen genießt. Ernennungen können mittels der entscheidenden Stimme von Vizepräsidentin Harris rasch genehmigt werden.

Interessant werde jedoch sein, inwieweit die Demokraten berücksichtigen werden, ob sie keine oder nur eine Handvoll Stimmen von Republikanern bekommen. Wollen sie für künftige Gesetzesvorhaben Kompromissbereitschaft signalisieren, dann müssen sie womöglich die umstrittensten Nominierungen zurückziehen. "Werden einige der progressivsten Kandidaten zurückgezogen, könnte dies die Finanzmärkte etwas beruhigen – auch wenn es den Demokraten darauf nicht so sehr ankommen wird", hält Vail fest.

Beziehungen zu China
Viele Biden-Ernennungen wirken Vail zufolge China-kritisch, wollen sich aber wieder stärker engagieren und weniger über den Handel streiten. Ob sie die Rückendeckung von Unternehmen und Spitzenfunktionären der Demokraten haben, um bei Bedarf harte Maßnahmen zu ergreifen, ist etwas zweifelhaft. Aber es häufen sich weltweit die Bemühungen in verschiedenen Menschenrechtsfragen, die die Demokraten nur schwer ignorieren können. Biden könnte ein paar Sanktionen aufheben. Die wichtigsten aber betreffen den Export von High-Tech-Ausrüstung und -Komponenten, und hier haben heutzutage das US-Militär und die Geheimdienste zunehmend Einfluss. (aa)

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