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Natixis veräußert Anteil an H2O Asset Management

Das französische Institut Natixis und der Fondsanbieter H2O gehen getrennte Wege. Die Bank verkauft ihren Anteil an das H2O-Management um Bruno Crastes. Die Boutique war wegen ihres Engagements in Unternehmen des schillernden Investors Lars Windhorst in Turbulenzen geraten.

Jean Raby, Chef der Fondssparte Natixis Investment Managers
Jean Raby, Chef der Fondssparte Natixis Investment Managers
© Natixis Investment Managers

Die französische Großbank Natixis und H2O Asset Management lösen ihre Bande. Dies sagte Jean Raby, Chef der Fondssparte Natixis Investment Managers, in einem Fernsehinterview. "Wir haben uns mit H2O darauf geeinigt, dass wir uns einvernehmlich trennen. Das Management übernimmt unsere Anteile am Unternehmen", sagte Raby dem Nachrichtensender "Bloomberg TV". Die Boutique wird von ihrem Gründer Bruno Crastes geleitet.

Das französische Geldhaus hatte im November angekündigt, seinen Anteil an H2O in Höhe von 50,1 Prozent verkaufen zu wollen. Die Boutique war 2019 ins Straucheln geraten. Die Wirtschaftszeitung "Financial Times" hatte enthüllt, dass einige Fonds von H2O massiv in teils illiquide Anleihen investiert waren, die allesamt dem Umfeld des schillernden Unternehmers Lars Windhorst zuzurechnen sind. Anleger zogen daraufhin Milliardenbeträge aus den Fonds ab.

"Geordneter Übergang"
Im Zuge des Corona-Crashs erlitten die Portfolios dann empfindliche Einbußen. Die französische Finanzaufsicht veranlasste in der Folge die zeitweilige Schließung besonders betroffener Fonds. Diese wurden in liquide und illiquide Vehikel aufgeteilt. Die Turbulenzen rund um die Fondsgesellschaft hatten zeitweilig auch den Aktienkurs des Mutterhauses erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Großbank betreibt mit Natixis Investment Managers ein Boutiquendach.

H2O schlüpfte 2010 unter dieses Dach, das einen zentralen Vertrieb von Fonds bietet. Bei dem Modell hält Natixis Anteile an den Boutiquen. Details zu der nun beschlossenen Loslösung, wie etwa der Kaufpreis, wurden nicht bekannt. Natixis-IM-Chef Raby betonte lediglich, dass der Übergang auf eine geordnete Art und Weise erfolge. "Dabei stehen die Interessen unserer Kunden im Mittelpunkt", so Raby. (ert)

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