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Muzinich: Warum Hochzinsanleihen mit Rückenwind rechnen dürfen

Eine erwartete Zunahme der Rising Stars bei US-amerikanischen High Yield-Anleihen in den nächsten 12 bis 18 Monaten könnte über die damit einhergehenden Umschichtungen und freigesetzten Gelder zu einem starken technischen Umfeld für die Anlageklasse Hochzinsanleihen führen, meint Muzinich & Co.

Bryan Petermann, Portfolio Manager US High Yield bei Muzinich & Co
Bryan Petermann, Muzinich & Co
© Muzinich & Co.

Für Bryan Petermann, Portfolio Manager US High Yield bei Muzinich & Co, hat die wirtschaftliche Erholung bei vielen Emittenten von High Yield Bonds zu einer Trendwende bei den Ratings geführt. Das sollten Investoren zu ihrem Vorteil nutzen. "Wir haben in diesem Jahr kaum Fallen Angels und zugleich Rising Stars mit einem Volumen von rund 25 Milliarden US-Dollar gesehen - ein Trend, der sich in Verbindung mit der erwarteten anhaltend positiven globalen makroökonomischen Dynamik fortsetzen dürfte."

Wie viele Rising Stars in den nächsten 12 bis 18 Monaten aus dem High Yield-Universum hervorgehen könnten, variiert laut Petermann, wobei die Schätzungen hinsichtlich des Volumens von 80 Milliarden US-Dollar bis über 200 Milliarden US-Dollar reichen.

Dieser Trend sei in seinem Ausmaß überraschend, aber angesichts der Anzahl der Unternehmen, die von einer pandemiebedingten Herabstufung betroffen waren, war dies vielleicht zu erwarten.

Enge Spreads sollten noch länger andauern
Für High Yield-Investoren erscheinen die derzeitigen Spreads eng. "Wir sind jedoch der Meinung, dass sie die positive Wirtschaftslage angemessen widerspiegeln und daher entsprechend dem ökonomischen Umfeld wahrscheinlich noch einige Zeit eng bleiben werden", hält Petermann fest.

Es sei nicht zu erwarten, dass die Zahl an Fallen Angels zunehmen wird. Gleichzeitig wird das Nettoangebot wahrscheinlich sinken. Für das Jahr 2022 wird ein Volumen von etwa fünf Milliarden US-Dollar prognostiziert und somit 90 Prozent weniger als 2021, prognostiziert Petermann.

Wenn HY-Bonds zu IG-Bonds werden
Da die High Yield-Manager ihre Anleihen nach der Heraufstufung auf Investment Grade-Niveau veräußern, könnte ihnen eine große Menge an Kapital verbleiben, das sie wahrscheinlich in den High Yield-Markt umschichten müssen.

Petermann geht davon aus, dass dies zu einer sehr starken technischen Nachfrage von über 100 Milliarden US-Dollar führen wird, die in die Anlageklasse zurückfließen wird. Eine erhöhte Nachfrage, die auf ein rückläufiges Angebot trifft, treibt normalerweise die Preise in die Höhe.

"Für Anleger, die in US-amerikanische High Yield-Anleihen investieren, könnte dies weiteres Aufwärtspotenzial bedeuten, selbst wenn die Spreads eng bleiben, wie es in Zeiten des Wirtschaftswachstums häufig der Fall ist", erklärt Petermann abschließend. (aa)

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