Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Theorie
twitterlinkedInXING

M.M.Warburg: Was, wenn Gott Portfoliomanager wäre?

Selbst Gott hätte als Portfoliomanager keinen einfachen Job, wie ein Team der Privatbank M.M.Warburg & CO in einem Gedankenexperiment herausgefunden hat. Denn auch die bestmöglichen Portfolios sind nicht perfekt.

adobestock_203275317_c_romolo_tavani_klein.jpg
© Romolo Tavani / stock.adobe.com

Nicht einmal dem Allmächtigen würde es als Portfoliomanager gelingen, seine Kunden dauerhaft bei der Stange zu halten, sagen Analysten des Bankhauses M.M.Warburg. In einem Gedankenexperiment stellten sie eine Studie aus den USA nach. Die Forscher hatten ein "göttliches" Aktienportfolio simuliert, das den Vergleichsindex über einen Fünfjahreszeitraum hinweg stets um fünf Prozent schlug. Dabei fanden sie heraus: Auch solch ein Erfolgsportfolio hätte stark geschwankt und deshalb wohl einige Kunden vergrault.

Für das Experiment orientierten sich die Volkswirte der Bank am Stoxx 600, dem europäischen Aktienindex mit der breitesten Streuung. Per Zufallsgenerator bildeten sie 5.000 Portfolios aus jeweils 60 bis 100 Aktien, die vor fünf Jahren schon im Index vertreten waren. Daraus wählten sie die 1.000 Portfolios aus, die die Benchmark über den Zeitraum schlugen. Ihre Hypothese: Ein allwissender Portfoliomanager kennt vorab die Aktien, die sich am besten entwickeln.

Rückschläge gehören dazu
Die Analysten fanden dabei aber heraus, dass keines der erfolgreichen Portfolios von Rückschlägen verschont geblieben wäre. Obwohl einige der Portfolios die Benchmark am Ende des Zeitraums um fünf Prozent schlugen, mussten auch sie zeitweilig Rückschläge von mehr als acht Prozent verkraften. Das M.M.Warburg-Team schlussfolgert: Es gibt keine Mischung aus Aktien, die zu jedem Zeitpunkt relativ zur Benchmark vorne liegt. Nicht einmal, wenn man allmächtig ist und die Zukunft kennt. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen