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Milliardenklage: Porsche gewinnt gegen Hedgefonds und Institutionelle

Die Porsche Automobil Holding SE hat sich vor Gericht gegen Hedgefonds und anderer Großanleger durchgesetzt, die wegen der gescheiterten Übernahme der Volkswagen AG vor mehr als einem Jahrzehnt rund 5,4 Milliarden Euro an Schadensersatz eingeklagt haben.

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© Berlin Verlag

Bei der Porsche-Holding wird es derzeit wohl zufriedene Gesichter geben: Denn das Oberlandesgericht Celle wies am Freitag die Anträge gegen Porsche ebenso zurück wie Klagen gegen VW in Höhe von 2,3 Milliarden Euro (AZ: 13 Kap 1/16). Institutionelle Investoren und andere Aktionäre hatten Porsche auf Schadensersatz verklagt, weil sie beim spektakulären Kurssprung der VW-Aktie im Oktober 2008 Geld verloren hatten. “Ansprüche kommen unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt in Betracht”, erklärte der Vorsitzende Richter Matthias Wiese, der den Beschluss am Freitag in Celle verkündete. Die Vorzugsaktien der Porsche SE sprangen nach der Gerichtsentscheidung um bis zu 5,7 Prozent. Über diese Urteilsverkündung berichtet Bloomberg.

Historischer Squeeze Out im Herbst 2008
Das Verfahren geht zurück auf die stürmische Episode im Jahr 2008, als Porsche versuchte, den viel größeren damaligen Rivalen VW zu übernehmen. Porsche gab am 26. Oktober 2008 bekannt, man kontrolliere 74,1 Prozent des Autobauers, teilweise durch Optionen, und strebe eine Übernahme an - was der Sportwagenhersteller zuvor stets abgestritten hatte.

Die Mitteilung von Porsche löste unter den VW-Investoren Chaos aus. Leerverkäufer mussten ihre Positionen schließen, was den Kurs der VW-Aktie in die Höhe trieb. VW war kurzzeitig das Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert der Welt. Der damalige Porsche-Boss Wendelin Wiedeking und sein Finanzchef Holger Härter mussten sich später gegen den Vorwurf der Marktmanipulation verteidigen, wurden 2016 aber freigesprochen.

Beute wurde zum Jäger
Der Übernahmeplan für VW scheiterte letztlich an der globalen Finanzkrise, weil sich die Banken weigerten, ihn zu finanzieren. Um Porsche vor der Insolvenz zu retten, sprang Volkswagen ein und übernahm selbst das kleinere Unternehmen. Porsche SE ist inzwischen eine Holdinggesellschaft, deren Hauptvermögenswert seine VW-Aktien sind.

Der Sportwagenhersteller gleichen Namens, die Porsche AG, kehrte diese Woche an die Frankfurter Börse zurück. Die Holding Porsche SE ist einer seiner Hauptaktionäre.

Die Entscheidung vom Freitag war so erwartet worden. Das Gericht hatte bereits vor fünf Jahren signalisiert, dass die Sache keine Aussicht auf Erfolg habe. Die Kläger hatten daraufhin mehr als zwei Dutzend Befangenheitsanträge eingereicht, was das Verfahren zusammen mit der Covid-Pandemie um Jahre verzögerte. (aa)

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