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Metzler AM: Droht Italien "Game Over"?

Viele Faktoren sprechen aktuell dafür, dass Italien kurz vor einer Staatsschuldenkrise steht. Zumindest bewertet der Chefökonom von Metzler Asset Management die Situation als kritisch.

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© Alexander Sanchez / stock.adobe.com

Die Risiken einer Staatsschuldenkrise in Italien sind deutlich gestiegen, meint Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management. Erstens müsse man die ausstehenden Staatsschulden werten wie Fremdwährungsschulden. Denn Italiens Geldpolitik wird in Frankfurt – also bei der dort ansässigen EZB – gemacht. Zweitens befinden sich etwa 30 Prozent aller Staatsanleihen in den Händen ausländischer Anleger. Italien ist somit maßgeblich vom Ausland abhängig. "Ein plötzliches Ende der Finanzierungsbereitschaft der Ausländer könnte eine Staatsschuldenkrise auslösen", sagt Walk. 

Noch zeigt sich die Wirtschaft zwar widerstandsfähig. Schrumpft jedoch die Wirtschaftsleistung, bedeutet das sinkende Steuereinnahmen und steigende Sozialausgaben. Das würde dafür sorgen, dass die Verschuldung deutlich steigt – auch in Prozent der schrumpfenden Wirtschaftsleistung. "Eine Rezession kann somit zu einem Auslöser für einen Übergang von einer fragilen Lage zu einer akuten Schuldenkrise werden", sagt Walk. "Spätestens in der nächsten größeren Rezession dürfte die EU-Kommission erneut Druck auf Italien ausüben, damit das Land Strukturreformen angeht und Ausgaben reduziert." 

Land in schlechter Lage
Italien hat es seit 2013 nicht geschafft, seine Staatsverschuldung von 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nennenswert zu senken. Hinzu kommt, dass die neue Regierung nicht vorhat, zu sparen. Im Gegenteil: Es sieht so aus, als würden die Ausgaben in Zukunft weiter erhöht, "sodass die Staatsverschuldung künftig weiter steigen könnte", sagt Walk. Zu allem Übel fiel Italien im Oktober 2018 selbst in eine Rezession. (fp)

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