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Mega-Umschichtungen bei weltgrößtem Tech-ETF: Was steckt dahinter?

Die Tagesschwankungen der Assets im weltweit größten börsengehandelten Fonds sorgen für Aufsehen. Der 146 Milliarden US-Dollar schwere Invesco QQQ Trust Series 1 ETF verzeichnete im vergangenen Monat laut Bloomberg-Daten einen durchschnittlichen täglichen Mittelfluss von 1,5 Milliarden US-Dollar.

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© Funtap / stock.adobe.com

Die Chronologie der Geschehnisse mutet tatsächlich merkwürdig an: Ende September erlitt der Fonds den größten Mittelabfluss seit zwei Jahrzehnten. Einen Tag später verzeichnete er den größten Zufluss in diesem Zeitraum. In der Woche danach wurden drei Milliarden US-Dollar in den Fonds gepumpt. Einen Tag später flossen drei Milliarden Dollar ab. In der letzten Woche gab es erneut einen Einzeltages-Zufluss von 3,7 Milliarden US-Dollar.

Der QQQ ist zwar einer der am regesten gehandelten börsennotierten Fonds der Welt. Wegen der Konsistenz und des schieren Umfangs des Mega-Transaktionsvolumens fragen sich Analysten allerdings, was dahinter steht. Mit Neuausrichtungs-Plänen oder Modell-Portfolioumschichtungen scheint sich die Dynamik nicht zu decken.

QQQ mit den extremsten Flows seit 20 Jahren

QQQ als Hedge?
Der jüngste Belebung im Optionsbereich hat Spekulationen angeheizt, dass der ETF als Hedging-Vehikel eingesetzt wird. Die massiven Mittelbewegungen könnten aber auch eine Nebenwirkung des aufkommenden Appetits von Privatanlegern am Optionsmarkt sein, meint man bei Bloomberg.

Hohes Open Interest bei FAANMG
Am Dienstag letzter Woche wurden rund 3,7 Millionen Apple-Optionen gehandelt. Der 20-Tages-Durchschnitt liegt bei 1,95 Millionen Kontrakten. Das Open Interest bei Kaufoptionen für Facebook, Amazon, Netflix, Alphabet, Apple und Microsoft. betrug in den vergangenen 30 Tagen im Mittel 12,9 Millionen Kontrakte und war damit so hoch wie seit Anfang 2019 nicht mehr.

"Quick and Dirty-Absicherungsinstrument"
Normalerweise erwerben Verkäufer von Call-Optionen die zugrunde liegenden Aktien, um ihre Position abzusichern. Da der QQQ-ETF fast zur Hälfte aus den so genannten FAANG-Aktien besteht, lässt sich der ETF als “Quick and Dirty”-Strategie zur Absicherung nutzen, wie Steve Sosnick von Interactive Brokers erklärte. “Hier kommt die Konzentration ins Spiel”, sagte der Chefstratege des Brokerhauses. “Es wäre nicht verwunderlich, wenn Händler die enorme Call-Aktivität mit dem QQQ absichern würden.”

Alternative Erklärungsansätze
Zu den Erklärungsansätzen gehört allerdings auch, dass verstärktes Investmentinteresse von Retail-Anlegern das Transaktionsvolumen anheize. Eine andere Theorie besteht darin, dass in Bezug auf den Ausblick im Tech-Sektor gerade ein Tauziehen zwischen Bullen und Bären im Gange ist. Von den März-Tiefs hat sich der Sektor um 73 Prozent erholt. (kb)

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