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Mark Dowding zur aktuellen Marktlage

Es wird immer deutlicher, wie ernst es der US-Notenbank mit der Inflationsbekämpfung ist, meint Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management. Das hat Auswirkungen auf fast alle Anlageklassen. Interessant findet Dowding derzeit Shorts auf japansiche Staatsanleihen.

Mark Dowding
Mark Dowding, BlueBay Asset Management
© BlueBay Asset Management

Die globalen Renditen drängten vergangene Woche weiter aufwärts, nachdem die US-Notenbank Fed den Leitzins um 75 Basispunkte angehoben hatte. Im Grunde hat Notenbankchef Powell in dieser Woche wenig Neues gesagt. Doch je deutlicher wird, wie entschlossen die Fed die Inflation mit den Mitteln der Rezession bekämpfen will, desto stärker verblasst auch die Hoffnung auf einen nur kurzzeitigen Zins-Peak bei 4,5 Prozent, schreibt Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management, in einer aktuellen Marktanalyse.

Diese hawkishe Haltung bedeutet, dass weitere Zinsschritte um 125 Basispunkte vor dem Jahresende sowie zusätzliche Straffungen Anfang des nächsten Jahres eingepreist sind. Die Fed braucht letztlich bessere Nachrichten von der Inflationsseite. "Wir hoffen zwar, dass diese Nachrichten kommen, doch es wäre verfrüht, über eine Ausrichtung auf lange Durationen nachzudenken", merkt Dowding an.

Gegenwind von allen Seiten
Risikoanlagen gerieten infolge der Federal Open Market Committee (FOMC)-Sitzung unter Druck und es erscheint unwahrscheinlich, dass der Gegenwind in näherer Zeit abflaut – schließlich muss der Aktienmarkt die sinkenden Erträge verkraften, und auch der starke Dollar und die höheren Abzinsungssätze für Anlagen mit langer Laufzeit bereiten Sorgen.

Die europäischen Märkte haben eine milde Rezession bereits eingepreist und behaupteten sich daher besser. Auch die italienischen Anleihespreads bleiben trotz der kommenden Wahlen stabil. Insgesamt ist Bluebay AM davon überzeugt, dass die Fratelli d'Italia sich nach einem Wahlsieg kurzfristig von ihrer besten Seite zeigen wird. Mittelfristig aber dürften die politischen Herausforderungen die Spreads erneut belasten.

Wachen Europas Politiker endlich auf?
Treffen mit Entscheidungsträgern der EU in dieser Woche deuten darauf hin, dass eine Art von wirtschaftlichem Realismus in Brüssel Einzug gehalten hat. Man ist sich darüber im Klaren, dass eine Rezession der Preis ist, den man zahlen muss, wenn auf dem Kontinent Krieg herrscht. Nun stelle sich die Frage, wie schmerzhaft diese Rezession ausfallen wird. Dies werde davon abhängen, wie hartnäckig sich die Inflation hält, da steigende Preise das real verfügbare Einkommen deutlich schrumpfen lassen.

Japan führt sein eigenes Leben
Derweil bekräftigte die Bank of Japan (BoJ), die Zinskurve weiter nach oben hin begrenzen zu wollen. Die Inflation in Japan liegt nun bei fast drei Prozent und tendiert nach oben. Diese Entwicklung könnte durch einen schwachen Yen noch verstärkt werden. Daneben besteht angesichts des auslaufenden Pandemiegeschehens in Japan die Chance, dass sich die Wirtschaftsleistung verbessern könnte, während sich das Wachstum anderer Volkswirtschaften verlangsamt. Der Yen rutschte im Anschluss an die Entscheidung der BoJ auf ein neues Tief, bevor er sich durch gezielte Interventionen am Devisenmarkt wieder stabilisierte.

Bluebay AM rechnet jedoch mit einer weiteren Abwertung des Yen, sollte die Geldpolitik der BoJ weiterhin derart stark von den Maßnahmen aller anderen globalen Zentralbanken abweichen, insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Inflation. Daher sieht Bluebay AM Short-Positionen in japanischen Staatsanleihen in Erwartung steigender Renditen infolge eines Politikwechsels der BoJ in den kommenden Monaten weiter positiv.

"Das Gesamtbild ist weiterhin diffus und bevor sich aus den Daten keine besseren Inflationsaussichten ableiten lassen, bleiben wir zurückhaltend. Derweil tendieren wir zu Titeln mit längerer Duration, sollten die Renditen weiter steigen, und wir sind bestrebt, unsere Engagements in Risikoanlagen zu erhöhen, sollte es zu einem unerwartet schnellen Frieden in der Ukraine kommen", halt Dowding abschließend fest. (aa)

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