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Mark Dowding: „Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession steigt“

Die US-Konjunktur könnte aufgrund einer beschleunigten geldpolitischen Straffung unter Druck geraten, warnt der Chief Investment Officer von BlueBay Asset Management.

Mark Dowding
Mark Dowding, BlueBay Asset Management
© BlueBay Asset Management

In vielerlei Hinsicht ist die Lage für die Zentralbanken höchst kompliziert: Die Volkswirtschaften haben sich von der Pandemie erholt, auf den Arbeitsmärkten gibt es wenig oder gar keinen Spielraum und die Inflation schießt auf ein lange Zeit unvorstellbares Niveau. Die Währungshüter müssen daher die geldpolitische Straffung vorantreiben. Aber wenn sie fest auf die Bremse treten, besteht die Möglichkeit einer abrupten Wachstumsverlangsamung. Daher scheint das Risiko einer Rezession im Jahr 2023 oder 2024 zu steigen, nachdem es uns noch vor einigen Monaten sehr gering erschien, prognostiziert Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management, in einem aktuellen Marktkommentar.

Die Marktteilnehmer erwarten Dowding zufolge für Ende 2022 US-Leitzinsen in Höhe von 2,5 Prozent und für Mitte nächsten Jahres einen Höchststand von rund 3,25 Prozent. Damit würden sie über den von der Fed als neutral angesehenen Punkt hinausgehen. 

Hoffnung auf Verlangsamung
Dowding geht jedoch davon aus, dass die Inflation in den kommenden Monaten aufgrund von Basiseffekten ihren Höhepunkt erreicht und dann zu sinken beginnt. Daher könnten die Befürworter einer besonders straffen Geldpolitik einen Schritt zurücktreten – insbesondere, wenn sich das Wachstum verlangsamt.

Inflation hilft der Opposition
In Europa bereitet die Inflationsdynamik den politischen Entscheidungsträgern ebenfalls Kopfzerbrechen. Im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahlen war sie ein wichtiger Faktor und hat dazu geführt, dass Marine Le Pen von der Partei Rassemblement National gegenüber dem Amtsinhaber Emmanuel Macron beträchtlich zulegen konnte. 

Jüngste Umfragen deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Sieges von Le Pen in der zweiten Runde der Stichwahl am 24. April bei bis zu 20 Prozent liegen könnte. Dowdings Meinung nach wird sich Macron zwar immer noch durchsetzen, aber die Wahl ist nun sehr viel knapper als bisher angenommen.  

Sollte Le Pen gewinnen, besteht die Gefahr einer erneuten Fragmentierung der Europäischen Union und die Renditen von Staatsanleihen könnten unter Druck geraten. Dies könnte die Europäische Zentralbank in die unmögliche Lage bringen, ihren Auftrag der Preisstabilität zu erfüllen und gleichzeitig zu versuchen, eine erneute Staatsschuldenkrise in der Eurozone zu verhindern.

"Insgesamt rechnen wir damit, dass das Wachstum in der Eurozone im zweiten Quartal schrumpfen und die Inflation im Laufe des Jahres zurückgehen wird. Daher ist es aus unserer Sicht unwahrscheinlich, dass die EZB die derzeit veranschlagten Zinserhöhungen um 200 Basispunkte vor Ende 2023 vornehmen wird", erklärt Dowding abschließend. (aa)

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