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Mark Dowding/ BlueBay: "An den Märkten könnte ein Beben bevorstehen!"

„Die jüngsten Schwankungen an den Märkten könnten die Vorboten für größere Erschütterungen sein“, sagt Mark Dowding, CIO von BlueBay Asset Management. Investoren rät er angesichts möglicherweise steigender US-Zinsen zur Vorsicht.

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Mark Dowding, CIO von BlueBay Asset Management
© Hemmerich / Institutional Money

Zuletzt erinnerte Mark Dowding, CIO von BlueBay Asset Management, die Entwicklung von US-Aktien und -Anleihen an ein Jo-Jo: "Niedrigere Aktienkurse zogen niedrigere Renditen nach sich. Diese führten wieder zu höheren Aktienkursen und steigenden Renditen – woraufhin wiederum die Aktienkurse nachgaben."

Zuletzt verletzlichere Risikoanlagen
Risikoanlagen reagieren seit einiger Zeit empfindlicher auf Renditeänderungen, da sich auch die Realrenditen zu bewegen beginnen. Das könne einen erheblichen Einfluss auf die Aktienbewertungen haben, selbst wenn das robuste Wirtschaftswachstum auf eine kräftige Verbesserung der Unternehmensgewinne hindeute, so Dowding.

Selbstkorrigierendes Muster ante portas?
Dieses Wechselspiel zwischen Risikoanlagen und Anleiherenditen könnte bis auf Weiteres ein selbstkorrigierendes Muster bilden, meint der Experte. In gewisser Weise ergebe es Sinn, dass sich die Märkte nach einer Periode mit beträchtlichen Schwankungen in einem gewissen Schwebezustand befänden. Dieser werde jedoch nicht ewig andauern- Letztendlich würden die zugrunde liegenden Fundamentaldaten in den Vordergrund treten.

Mehr Wachstum, steigende Inflation und höhere Renditen erwartet
"Mittelfristig gehen wir davon aus, dass die expansive Fiskalpolitik im Jahr 2021 für ein robustes Wirtschaftswachstum, eine steigende Inflation und höhere Renditen sorgen wird. Zwar legen wir uns nicht auf eine bestimmte Prognose fest, sehen aber bis Jahresende Spielraum für einen Anstieg der Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen auf mehr als zwei  Prozent. Wir sind der Meinung, dass eine solche Entwicklung ein schwieriges Umfeld für Risikoanlagen im Allgemeinen schaffen kann", so Dowding weiter.

Zehnjährige Treasuries noch heuer bei zwei Prozent Rendite?
Er, Dowding, denke nicht, dass eine derartig ausgedehnte Renditebewegung jetzt schon stattfinden werde. Sie könnte aber ein Risiko im späteren Jahresverlauf darstellen. Möglicherweise müsse sich dies durch eine Änderung der Fed-Rhetorik bestätigen, die noch in weiter Ferne liege.

Erdbeben kommt wohl erst später
Unter diesem Gesichtspunkt könnten das, was wir jetzt erleben, erste Erschütterungen im Vorfeld eines Erdbebens sein, das zu einem späteren Zeitpunkt eintritt. "Das Problem für Investoren besteht aktuell darin", fasst Dowing zusammen. "Wie soll man weitermachen, wenn der Boden erst einmal zu zittern beginnt, man aber weiß, dass es nicht das „große Beben“ ist? Es scheint an der Zeit, Vorsicht walten zu lassen.“ (kb)

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