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Mandarine Gestion-Managerin: „Exposure in einzigartige Unternehmen“

Frédérique Caron, neue leitende Fondsmanagerin des Aktienfonds Mandarine Unique, präsentierte ihren Fonds und ihre Anlagestrategie vor professionellen Marktteilnehmern in Wien. Trotz neuer Gesichter scheint sich nicht viel geändert zu haben, wie die bislang gezeigte, gute Jahresperformance zeigt.

Frédérique Caron
Frédérique Caron, Mandarine Gestion
© Mandarine Gestion

Jene Investoren, die nach dem Abgang des weiblichen Fondsmanagements-Trios des Europaaktienfonds Mandarine Unique, darunter Starmanagerin Diane Bruno (wechselte gemeinsam mit Marie Guigou zur Investmentboutique Eleva Capital), ihre Fondsanteile zurückgaben, haben wahrscheinlich voreilig gehandelt. „Einige Großanleger, vor allem aus dem angelsächsischen Raum, drücken bei einem Fondsmanagerwechsel automatisch auf den Verkaufsknopf“, kommentierte Investoren-Gastgeber Andreas Willenbacher von Willenbacher Advisory den Fondsvolumenrückgang von über eine Milliarde Euro auf nunmehr rund 472 Millionen Euro (siehe die erste Grafik in der Bildergalerie oben). „Dabei performte der Mandarine Unique seit dem Wechsel sehr gut, wie die jüngste Performance zeigt“, ergänzte Willenbacher mit Verweis auf die Year-to-Date-Performance per Stand Ende September 2019 von 23,27 Prozent. Zum Vergleich: Die Benchmark, der Stoxx Europe Small 200 Net Return-Index kam laut Angaben von Mandarine Gestion YTD auf 18,39 Prozent.

Auch langfristig stimmt die Performance zufrieden: Seit Fondstart im März 2010 bis 7. Oktober 2019 erzielte der Mandarine Unique eine Performance von über 203 Prozent, während die Benchmark lediglich auf 120 Prozent kam. Annualisiert lautet das Duell laut Bloomberg-Daten 12,35 Prozent (Fonds) versus 8,60 Prozent (Index) – siehe die Grafik oben.

Erfahrene Managerin
Die „neue“ Fondsmanagerin des Mandarine Unique, Frédérique Caron übernahm als Lead Manager die Verantwortung per Dezember 2018. Ihr zur Seite stehen Quentin Hoareau und Adrian Dumas. Caron managt seit den frühen Nullerjahren europäische Nebenwerte bei Adressen CCR Asset Management, Erasmus Gestion und zuletzt HSBC Global Asset Management und kann damit 18 Jahre Erfahrung im Asset Management, darunter ca. 16 Jahre als Fondsmanagerin, vorweisen. „Das europäische Small- und Mid-Cap-Universum ermöglicht Exposure in einzigartige Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial“, erklärte Caron die Fondsstrategie vor den anwesenden Investoren in einem Satz.

Wie der Fondsname bereits suggeriert, investiert das Management des Mandarine Unique nur in jene europäischen Unternehmen aus dem Nebenwertesegment, die ein „Alleinstellungsmerkmal“ und damit über eine „einzigartige Wachstumsstory“ aufweisen. Entsprechende Growth-Werte werden unabhängig von ihren Benchmarkgewichtungen auf Basis eines reinen Stock-Picking-Ansatzes gekauft. Das Portfolio kann dabei zwischen 45 und 60 Aktien umfassen, wobei derzeit 49 Titel das Vertrauen geschenkt wird und jedes Unternehmen eine Gewichtung von mindestens ein Prozent haben muss und fünf Prozent haben darf. Large Caps in Summe dürfen als Beimischung maximal 15 Prozent, Micro Caps maximal zehn Prozent erreichen. Das soll Caron mehr Flexibilität erlauben, falls im Ideal aus einem Small Cap aufgrund hoher Kurssteigerungen ein Large Cap werden sollte.

Langjähriges Exposure
Ein Kandidat ist irgendwann wohl die französische Firma Teleperformance. Der Weltmarktführer für Outsourcing-Dienstleistungen mit sechs Prozent Weltmarktanteil ist seit Jahren im Portfolio. Die Aktie steigt seit vielen Jahren, hat dem Fonds  in diesem Zeitraum mehrere hundert Prozent an Performance gebracht und ist derzeit mit 3,44 Prozent die Top-Position. Weitere, langjährige Position im Fondsvermögen sind beispielsweise die Kingspan Group aus Irland oder der britische Sensoren-Technologie-Spezialist Halma (mehr Details dazu finden Sie HIER.)

An diesen Titeln sieht man, dass sich trotz neuem Fondsmanagement nichts an der zugrundeliegenden Growth-Anlagestrategie mit „Einzigartigkeits-Kriterium“ geändert hat.

Portfolio wurde sturmfest gemacht
Caron hat bei ihrer Übernahme trotzdem ein paar „Duftmarken“ gesetzt. Da Nebenwerte in Rezessionsphasen in der Regel unter größeren Abgabedruck kommen, hat Caron im Laufe dieses Jahres nicht mehr erwünschte Positionen immer wieder in steigenden Kurse hineinverkauft und ihre Cash-Quote auf derzeit fast elf Prozent erhöht. Damit will sie im Falle einer größeren Marktkorrektur die dann günstigeren Kurse zum Einstieg nutzen.

Darüber hinaus wurde auch der Anteil an zyklischen Unternehmen, beispielsweise Automobilzulieferer oder der chemischen Industrie, reduziert bzw. vollständig verkauft und im Gegenzug mehr auf Unternehmen aus dem Nahrungsmittel- und Mediensektor gesetzt. Offenbar erwartet die erfahrene Caron etwas volatilere Zeiten an den Aktienmärkten. (aa)

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