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Märkte sind so gierig wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr!

Ein Marktbarometer von J.P. Morgan, das Zeiten besonderer Selbstgefälligkeit am Markt anzeigen soll, nähert sich dem höchsten Stand seit dem Platzen der Dotcom-Blase. Basis des Indikators sind die Bewertungen und Positionierungen am Markt sowie die Preisdynamik.

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Stratege John Normand von J.P. Morgan
© Bloomberg

Investoren an den globalen Finanzmärkten sind so furchtlos - und vielleicht so gierig - wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Manche Entwicklung in 2021 erinnert bereits an den Schnell-Reich-Werden-Geist der Dotcom-Ära: Das Flirten des Bitcoin-Preises mit der 50.000 US-Dollar-Marke, die Begeisterung für Cannabis-Firmen und die spekulativen Runs auf Penny Stocks. Im neuen Jahr sind die Bewertungen an den weltweiten Aktienbörsen bereits um sieben Billionen Dollar angestiegen. Der Marktwert von Digitalwährungen hat 1,4 Billionen US-Dollar erreicht, und bei der Emissionen von Hochzinsanleihen werden Rekorde aufgestellt.

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Das alles nährt Bedenken, dass sich die aktuellen Bewertungen über die Anlageklassen hinweg als unhaltbar erweisen könnten. Anleger investieren dennoch weiter angesichts der Einschätzung, dass die beispiellosen geld- und fiskalpolitischen Stützungsmaßnahmen die Party noch einige Zeit in Gang halten werden.

Party noch nicht zu Ende
Die Strategen von J.P. Morgan scheinen zuzustimmen. Erst einmal sei zwar eine Pause wahrscheinlich. Es gebe aber keinen Grund, von einem erheblichen Rückschlag während dieser Rallye auszugehen, die durch die Freisetzung von Billionen Dollar vorangetrieben wird. Das Hauptrisiko am Horizont sei eine Verringerung der Anleihekäufe der amerikanischen Notenbank, sobald Beschäftigung und Inflation wieder ihre Zielwerte erreichen. Dies sei jedoch erst im weiteren Jahresverlauf wahrscheinlich.

"Long bleiben", lautet die Devise
“Wir haben den Anlegern geraten, auf den meisten Märkten long positioniert zu bleiben”, hieß es in einer Kunden-Mitteilung von Strategen um John Normand vom 12. Februar, aus der Bloomberg zitiert. “Wenn das Wachstum über dem Trend liegt, die Geldpolitik ultra-locker ist und die Fiskalpolitik auf Hochtouren läuft, neigen die Märkte dazu, die finanzielle Variante des Newtonschen Gesetzes zu zeigen: Sie bleiben in Bewegung, bis eine andere Kraft auf sie einwirkt.” (kb)

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