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Lombard Odier IM über das Potenzial der "CLIC"-Wirtschaft

Für Lombard Odier IM ist der grüne Aufschwung eine einzigartige Gelegenheit, nachhaltige Renditen zu generieren. Dabei sollten Investoren gleich auf mehrere Dinge achten.

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© Panya Studio / stock.adobe.com

Dr Christopher Kaminker, Head of Sustainable Investment Research & Strategy und Kristina Church, Senior Investment Strategist für nachhaltige Investments bei Lombard Odier Investment Management, legen in einem Kommentar dar, welche Möglichkeiten sich für institutionelle Investoren aus der Transformation zur sogenannten CLIC-Wirtschaft ergeben.

CLIC ist das neue Mantra
Nach Ansicht Kaminkers und Churchs ermglicht die Covid-19-Krise, den Übergang zu einer kreislauforientierten, produktivitätssteigernden, integrativen und sauberen Wirtschaft (CLIC-Wirtschaft, CLIC = Circular, Lean, Inclusive, Clean) durch einen grünen Konjunkturaufschwung zu beschleunigen.  „Es wird immer deutlicher, dass nur Investitionen in eine emissionsneutrale Wirtschaft nachhaltiges Wachstum erzielen“, sagt Church. Bei den Rettungspaketen wurde laut Church Nachhaltigkeit weltweit anfänglich wenig berücksichtigt. Doch nun wird aus unter-schiedlichen Reihen vermehrt Druck auf Regierungen ausgeübt, die Konjunkturpakete mit einem grünen Aufschwung zu verbinden. Ein Beispiel dafür ist die Gruppe von 178 Investoren, die in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der EU einen nachhaltigen Wiederaufbau fordern. Insgesamt verwalten sie Assets im Wert von zwölf Billionen Euro.

Unternehmen sollen gesellschaftliche Aufgaben übernehmen
"Neben Investoren verlangen auch Verbraucher in der gegenwärtigen Krise mehr soziale Verantwortung von Unternehmen. Das unterstreicht die zunehmende Bedeutung des Drei-Säulen-Prinzips, den Ausgleich zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Zielen“, so Kaminker.

Dass die Forderungen von Verbrauchern und Investoren erfolgreich waren, zeigt sich Kaminker zufolge beispielsweise an Unternehmen wie Microsoft, BP und Shell, die in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaabkommen nachhaltigere Wege einschlagen.

Auch die Politik reagiert. Auf europäischer Ebene wurde jüngst der Green Deal verabschiedet und Deutschland und Frankreich haben in der aktuellen Krise ein CO2-armes Konjunkturpaket verabschiedet.

Church ergänzt: „Um Unternehmen und Sektoren zu identifizieren, die dank des grünen Aufschwungs überdurchschnittlich gut performen, muss beantwortet werden, wie anpassungsfähig beziehungsweise wie widerstandsfähig Geschäftsmodelle an Nachhaltigkeitsherausforderungen sind. Zu diesen zählen der Klimawandel, weltweite Pandemien und veränderte Lieferketten.

Technologie ist gefragt
Aus einer Top-Down-Perspektive sei laut Church die Technologiebranche interessant. Die Pandemie hat das Konsumverhalten verändert. Unternehmen, die darauf mit nachhaltige Lösungen reagieren, sind der Schlüssel zu einer grüneren ‚neuen Normalität‘. Daraus ergeben sich zahlreiche Anlagechancen im Bereich Nachhaltigkeit.

"Investoren sollten immer im Dialog mit den Unternehmen stehen, in die sie investieren. Dieser Wissensaustausch ermöglicht Investoren, das Geschäftsmodell der Unternehmen detailliert zu verstehen und sie beim Übergang zur CLIC-Wirtschaft zu unterstützen. Das kann auch ihre Renditen nachhaltig steigern und stabilisieren", erinnrt Church abschließend. (aa)

 

 

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