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Löst eine Deutsche Bank-CoBa-Fusion Kundenwanderungsbewegungen aus?

Eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank könnte für die Regionalbanken in Deutschland neue Geschäftschancen eröffnen und einen Zulauf an Kunden bedeuten. Das sagte Thomas A. Lange, Chef der Essener National-Bank und Vizepräsident des Bundesverbandes deutscher Banken im Bloomberg-Talk.

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Dr. Thomas A. Lange, Vorstandsvositzender der Essener National-Bank
© Essener National-Bank AG

"Bei mittelständischen Firmen- und gehobenen Privatkunden, die beide Institute zu ihren Hausbanken zählen, ist die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung in Gesprächen zu spüren“, erklärte er am Mittwoch gegenüber Bloomberg am Rande der Handelsblatt-Jahrestagung Regionale Banken in Berlin. „Eine Kundenabwanderung ist möglich."

Eins und eins muss nicht unbedingt zwei sein
Eine Fusion mit anschließender vollständiger Integration wird Lange zufolge vermutlich Jahre in Anspruch nehmen. Er wisse nicht, ob ein möglicher Zusammenschluss einer Offensiv- oder einer Defensivstrategie folge. "Quantität steht nicht zwangsläufig für Qualität", sagte er.

Private Equity-Player werden künftig bei Bankenkonsolidierung stärker mitreden 
Lange deutete an, dass Beteiligungsgesellschaften bei einer Konsolidierung der deutschen Bankenbranche künftig eine größere Rolle spielen könnten. „Ich glaube, dass sich Private-Equity-Investoren noch stärker bei Investments in deutschen Banken beteiligen werden“, sagte er. „Das liegt daran, dass sowohl Deutschland als Markt als auch die Geschäftsmodelle der deutschen Banken für Investoren interessant sind.“

HSH Nordbank war erst der Anfang
Vergangenes Jahr hatte eine Gruppe um Cerberus Capital Managementund J.C. Flowers & Co. die ehemalige HSH Nordbank übernommen. Auch Apollo Global Management hat mit zwei Partnern bereits vier kleinere Institute erworben, die heute unter dem Dach der Oldenburgischen Landesbank agieren.

Brexit - ein Non-Event für Deutschlands Banken
Was den Brexit anbelangt, so sieht Lange die deutschen Banken in jedem Szenario bestens vorbereitet. „Wir hatten viel Zeit, uns darauf vorzubereiten“, sagte er. "Ich mache mir keine Sorgen um die Stabilität des Finanzsystems." (kb)

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