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LNG aus Katar bringt Deutschland erst ab 2024 Erleichterung

Die deutschen Bemühungen, sich mit mehr Flüssiggas (LNG) aus Katar von russischen Lieferungen unabhängig zu machen, brachten am Freitag nur bescheidene Ergebnisse. Der Gasriese am Persischen Golf kann bis mindestens 2024 keine zusätzlichen Kapazitäten anbieten.

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© vladsv / stock.adobe.com

Katar erklärte, dass ab 2024 Flüssigerdgas aus einer neuen Anlage in den USA nach Deutschland geliefert werden könnte, ein Jahr bevor sein eigenes Expansionsprojekt in Betrieb genommen wird. Es ist unklar, ob das ausreichen würde, um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, bis Ende des Jahres unabhängig von russischem Gas zu werden, schreibt Bloomberg.

Diversifikation hat bei der Ampel höchste Priorität
Deutschland hat die Gespräche mit dem weltgrößten LNG-Exporteur aufgenommen, da es nach dem Einmarsch in der Ukraine seine Gasquellen von Russland weg diversifizieren möchte. Obwohl Berlin die Abhängigkeit bereits verringert hat, bezieht Deutschland immer noch 35 Prozent der Gasimporte aus Russland.

Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, und Wirtschaftsminister Robert Habeck unterzeichneten am Freitag eine Absichtserklärung für die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Energie. Die Bundesrepublik und Katar verhandeln derzeit über die Bedingungen eines langfristigen LNG-Liefervertrags, der Deutschland nach der Invasion der Ukraine durch Russland dabei helfen soll, von russischen fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden. Deutschland treibt unterdessen Pläne voran, an Nordseehäfen zwei LNG-Importterminals zu bauen.

Noch nicht ganz handelseins
Golden Pass ist im Besitz von Qatar Energy und Exxon Mobil Corp. und der erste Block soll im dritten Quartal 2024 in in Betrieb genommen werden. Allerdings gab es in den Gesprächen Differenzen über die Laufzeit eines LNG-Liefervertrags und eine Bestimmungsklausel. 

Katar will Langfristabnahme, Deutschland wegen Klimaneutralität etwas anderes
Deutsche Unternehmen zögern, sich auf die Bedingungen Katars einzulassen, Verträge mit einer Laufzeit von mehr als 20 Jahren zu unterzeichnen. Diese langfristige Festlegung stehe im Widerspruch zu den allgemeinen Klimaschutzzielen Deutschlands, das seine CO2-Emissionen bis 2040 um 88 Prozent senken will, so eine Bloomberg-Informant. 

Um das Problem zu lösen, hat Deutschland die Idee geäußert, dass Katar Rechte für unterschiedliche Laufzeiten versteigern könnte, heißt es. Auf diese Weise könnten deutsche Unternehmen kürzere Laufzeiten erhalten, während Abnehmer aus anderen Ländern für längere Verträge bieten könnten. Katar handelt in der Regel langfristige Lieferverträge auf bilateraler Basis aus.

Katar hat die nächsten Jahre keine freien Kapazitäten
Katar plant, seine LNG-Produktionskapazität bis 2027 auf 126 Millionen Tonnen pro Jahr zu erhöhen. Solange diese Erweiterung nicht abgeschlossen ist, kann Katar seine Produktion nicht steigern. Schon bevor der Krieg in der Ukraine die europäischen Abnehmer dazu veranlasste, nach Alternativen zu den russischen Gaslieferungen zu suchen, war die LNG-Infrastruktur Katars laut Energieminister Saad Al-Kaabi “voll ausgelastet”.

Die meisten katarischen Ladungen werden im Rahmen langfristiger Verträge, die in der Regel die installierte Kapazität des Landes übersteigen, nach Asien geliefert. Doha hat deutlich gemacht, dass es diese Verträge nicht brechen wird, um Europa zu helfen. (kb)

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