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Lloyd Fonds will Bayerische-Vermögen-Gruppe übernehmen

Der Hamburger Asset Manager kündigt die Übernahme der vor allem in Süddeutschland aktiven Vermögensverwaltungs-Gruppe an. Lloyd hat sich bereits die Hälfte der Anteile per Kaufvertrag gesichert und unterbreitet den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot.

Achim Plate, Vorstandschef von Lloyd Fonds
Achim Plate, Vorstandschef von Lloyd Fonds
© Lloyd Fonds

Der Asset Manager Lloyd Fonds plant die Übernahme der BV Holding, der Dachgesellschaft der Bayerische Vermögen, die MFI Asset Management sowie M+C Asset Allocation. Dies teilte die Hamburger Gesellschaft mit. Demnach hat sich Lloyd Fonds bereits 50 Prozent der Aktien per Kaufvertrag gesichert. Zudem unterbreiten die Hamburger den übrigen Aktionären eine Übernahme-Offerte und bieten 63,50 Euro je Anteilsschein. Lloyd Fonds will mindestens 90 Prozent des Grundkapitals der Bayerischen-Vermögen-Gruppe erhalten.

Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Gesellschaft würden die Pläne "vollumfänglich" unterstützen. BV-Vorstand Stefan Mayerhofer soll mit dem Abschluss der Transaktion in den Vorstand der Hanseaten rücken, Co-Vorstand Alexander Gröbner Bereichsvorstand werden. Beide sollen zudem ihre bisherigen Posten behalten. Die BV Holding war 1998 gegründet worden und im Zuge eines Umstrukturierungsprozesses aus der Bayerischen Vermögen Aktiengesellschaft hervorgegangen. Die Gruppe verwaltet Kundengelder in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Mit der Übernahme soll das betreute Vermögen von Lloyd Fonds auf rund fünf Milliarden Euro klettern.

"Weiterer Ausbau"
Die Übernahme soll zum Teil gegen die Ausgabe neuer Aktien von Lloyd Fonds zuzüglich einer Barkomponente erfolgen. Ein Teil des Kaufpreises fließt aber auch direkt. Die Hanseaten finanzieren die Übernahme zum einen über eine Kapitalerhöhung, zum anderen über die Aufnahme eines Bankkredits. Ein Teil des Kaufpreises soll über vier Jahre gestreckt fließen und die Höhe dieses Teilbetrags ist Erfolgskomponenten geknüpft, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Hamburger rechnen nach derzeitiger Planung mit einem Gesamtpreis von 18,5 Millionen Euro.

"Nach umfangreichen Investitionen in die Qualität unserer Investmentprozesse, die Produktauswahl und das Portfoliomanagement ist der Zusammenschluss mit der Lloyd Fonds eine logische und konsequente Weiterentwicklung unseres Handelns", lässt sich BV-Vorstand Mayerhofer in der Mitteilung zitieren. "Gemeinsam bietet dies eine hervorragende Grundlage für den weiteren Ausbau unseres Unternehmens und unserer langfristigen Zielsetzung, uns unter den führenden, bankenunabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland zu positionieren."

"Leistungsangebot erweitern"
"Mit diesem Schritt erweitern wir unser Leistungsangebot in der Betreuung vermögender privater und insbesondere auch institutioneller Kunden", begründet Achim Plate, Vorstandschef von Lloyd Fonds, die Kaufabsichten. Durch den Zusammenschluss der beiden Gesellschaften werde sich die Lloyd Fonds gemessen an den Provisionserlösen unter den Top-fünf der unabhängigen deutschen Asset Manager positionieren, heißt es in der Mitteilung weiter. Lloyd-Chef Plate soll nach Abschluss der Transaktion zusätzlich den Aufsichtsratsvorsitz der BV-Holding übernehmen. Die Hamburger hatten sich erst jüngst an dem Robo Advisor Growney beteiligt.

Der Vollzug der Übernahme stehe unter dem Vorbehalt des Abschlusses eines Inhaberkontrollverfahrens durch die Finanzaufsicht Bafin, das eingeleitet worden sei. Der Mitteilung zufolge behält sich Lloyd Fonds vor, die Übernahme auch dann durchziehen, wenn die angestrebte Beteiligungsquote von 90 Prozent nicht erreicht werde. Neben den bereits gesicherten 50 Prozent der Anteile lägen bereits Zusagen für weitere zwölf Prozent vor. Das Haus von der Alster hatte 2019 eine Erweiterung des Geschäftsmodells von geschlossenen Schiffs-, Flugzeug- und Immobilienfonds hin zur Vermögensverwaltung und offenen Publikumsfonds eingeleitet. (ert)

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