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| Regulierung
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Libor wird es auch nach 2021 noch geben, sagen Umfrageteilnehmer

Fast ein Viertel der globalen Finanzfirmen und der Nutzer in Unternehmen rechnet damit, dass sich der für Ende 2021 geplante Ausstieg aus dem Libor verzögen wird, ergab eine vor kurzem durchgeführte Umfrage des Beratungsunternehmens Accenture.

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© deghlk / Fotolia

In einer Umfrage unter 177 Investment- und Geschäftsbanken, Vermögensverwaltern und großen multinationalen Unternehmen aus der ganzen Welt gaben 23 Prozent der Befragten an, dass die Frist für die Abkehr von dem in Misskredit geratenen Londoner Interbanken Satz (Libor) verlängert wird. Die Hälfte der Befragten erwartet von den globalen Regulierungsbehörden eine gewisse Entlastung angesichts der Unsicherheit bezüglich des Übergangs, berichtet Bloomberg News.

Einführung alternativer Referenzzinssätze soll Schummeleien verhindern
Die offiziellen Stellen drängen die Finanzprofis, die Einführung alternativer Referenzzinssätze voranzutreiben. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass sie zurückfallen, wenn die Banken nicht mehr die zur Berechnung der Benchmark herangezogenen Eingaben machen, an denen sich letztendlich mehr als 350 Billionen US-Dollar an Krediten und Derivaten orientieren. Während die Emissionen, die sich an potenziellen Ersatz-Benchmarks wie Sonia (Sterling Overnight Interbank Average Rate) und SOFR (Secured Overnight Financing Rate) orientieren, zunehmen, ist der Handel mit Terminkontrakten und damit verbundenen Swaps nach wie vor verhalten und die Unternehmen arbeiten immer noch an Alternativ-Formulierungen für längerfristige, an Libor gebundene Verträge.

Regulatoren drängen auf raschere Änderungen
“Die Regulierungsbehörden drängen deshalb so sehr auf die konsequente Umsetzung Ende 2021, weil jeder das Risiko sieht, dass es zu Marktstörungen kommt, wenn sie es nicht tun”, sagte Samantha Regan, weltweite Leiterin der Gruppe für aufsichtsrechtliche Maßnahmen und Compliance-Transformation bei Accenture. “Das große Systemrisiko besteht darin, dass Teile der Branche wechseln und Teile nicht.”

Weitere wichtige Erkenntnisse aus der Umfrage
Während 84 Prozent der Befragten angaben, dass sie einen offiziellen Übergangsplan hätten, sagte nur etwa ein Drittel, dass ihre Pläne seit mehr als einem Jahr bestehen. Und nur 20 Prozent der Befragten erklärten, dass sie bereit seien, ihren Libor-Wechsel durchzuführen.
Rund 45 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie “ausreichende Mittel” für ihren Libor-Übergang bereitgestellt haben oder bereitzustellen gedenken.

Strategische Chance oder bloß Mehrkosten?
Ungefähr zwei Drittel der Befragten planen, weniger als 100 Millionen US-Dollar für ihre Umstellung auszugeben, während 13 Prozent vorhaben, 200 Millionen US-Dollar oder mehr auszugeben. Unter den 18 Prozent der Umfrageteilnehmer mit weiter entwickelten Übergangsplänen sehen 94 Prozent das Ende von Libor als „strategische Chance“ und erwarten zusätzliche Erträge von 225 Basispunkten infolge der Umstellung auf neue Referenzzinssätze. Drei Viertel der Befragten mit weniger entwickelten Übergangsplänen glauben nicht, dass zusätzliche Einnahmen die Kosten für die Aufgabe von Libor ausgleichen können. (kb)

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