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Libor-Manipulationen: Kronzeuge und Ex-Deutsche-Bank-Händler packt aus

Ein Ex-Händler der Deutschen Bank, der dafür zuständig war, die täglichen Ausleihesätze der Bank einzureichen, sagte, er habe die Zahl häufig auf Wunsch anderer Händler geändert, um deren Positionen zu begünstigen. Diese Sätze gingen zusammen mit jenen anderer Banken in die Libor-Berechnung ein.

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© deghlk / Fotolia

James A. King nahm am Donnerstag in New York am zweiten Tag eines Prozesses gegen Matthew Connolly und Gavin Black Stellung. Den ehemaligen Deutsche-Bank-Händlern wird vorgeworfen, sie hätten konspiriert, um den Libor von 2004 bis 2011 zu manipulieren, dadurch Gewinne bei bestimmten Handelsgeschäften zu steigern und ihre eigenen Boni zu erhöhen, berichtet Bloomberg News.

Corriger la fortune - dem Glück ein wenig nachhelfen
King, der im Rahmen einer Kronzeugenregelung aussagte und dadurch strafrechtlich nicht verfolgt wird, erklärte, dass Händler ihn häufig baten, die Werte zu erhöhen oder zu senken, damit deren eigene Positionen begünstigt würden - so auch Black, der im Londoner Büro in seiner Nähe saß und sich einfach umdrehen konnte und ihn bitten, es zu ändern. "Es war jeden Tag ziemlich unkompliziert", sagte King, der Ende 2012 die Bank verließ. "Der Schreibtisch war sehr nah. Wir waren dort für eine lange Zeit. Es war sehr einfach für jemanden wie Gavin Black, sich umzudrehen und während des Tages über Libor zu reden."

Der 41-jährige King, der in London lebt, erzählte der Jury vor dem Bundesgericht in New York, wie er die täglichen Libor-Eingaben der Bank machen und mit Brokern sprechen würde, um zu sehen, was auf dem Markt passierte. Dabei nutzte er ein Spreadsheet, genannt "The Pricer", das Daten im Zusammenhang mit den täglichen Cash-Transaktionen der Deutschen Bank zeigte.

Geänderte Einreichungen
Dieses Verfahren wurde jedoch nicht immer befolgt, sagte King. Manchmal änderte er den Satz auf Wunsch von Händlern wie Black, die laut King die Position der Bank als Einreicher beim Libor-Referenzsatz missbraucht hätten. "Wir nutzten diese Position, damit die Händler profitieren", sagte King. "Es ist intuitiv falsch. Wir hatten einen unfairen Vorteil." Kings Zeugenaussage wird fortgesetzt.

Gab es damals überhaupt harte und fixe Regeln zu den Einreichungen?
Der erste Zeuge der Anklage, der Wirtschaftsprofessor des Dartmouth College Thomas Youle, erklärte der Jury zuvor die Rolle des Interbanken-Satzes Libor. An dem täglich geschätzten Satz der Fremdkapitalkosten der größten Banken der Welt orientieren sich Finanzprodukte im Volumen von Billionen von Dollar. Während des Kreuzverhörs von Youle kamen die Verteidiger schnell zu Fragen nach den Regeln des britischen Bankenverbands für Libor-Einreichungen und brachten ihr zentrales Argument vor - dass es zu der Zeit, in der Connolly und Black die Benchmark-Manipulation vorgenommen haben sollen, keine harten und fixen Regeln zu den Einreichungen gab. (kb)

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