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LFDE: Das Pokerspiel in den USA geht weiter

In der Schlussphase des US-Präsidentschaftswahlkampfs gleichen die Verhandlungen über ein neues Konjunkturpaket in den USA einer Partie Poker, sagt LFDE-Anlagestratege Olivier de Berranger. Wer die besten Karten auf der Hand hat.

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© Paul / stock.adobe.com

Wer hin und wieder Karten spielt, weiß: Je länger die Partie dauert, desto wagemutiger wird die Zockerei und desto unwägbarer der Ausgang. So gesehen nähern sich die Verhandlungen in den USA über ein neues Konjunkturpaket derzeit der heißen Phase. Anfang November wählen die Vereinigten Staaten einen neuen Präsidenten – und das Schaulaufen zwischen dem Amtsinhaber Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden nimmt bereits jetzt erheblichen Einfluss, beobachtet Olivier de Berranger, Chefanlagestratege bei La Financière de l'Echiquier (LFDE).

Das Blatt der Demokraten ist klar: Nancy Pelosi hält an den von ihrem Lager vorgeschlagenen 2,2 Billionen US-Dollar seit Wochen hartnäckig fest. "Die Sprecherin des Repräsentantenhauses wird in ihrer Haltung durch Umfragen, die Joe Biden im Rennen um das Weiße Haus weiterhin vorne sehen, und durch die zunehmende Hoffnung auf einen Mehrheitswechsel im Senat bestärkt", sagt de Berranger. 

Politisches Tauziehen setzt sich fort
Ihre republikanischen Widersacher haben weniger Trümpfe in der Hand und sind zugleich gespalten. "Donald Trump macht immer häufiger widersprüchliche Aussagen, scheint jedoch bereit, wie die Zocker in seinen Casinos in Atlantic City alles auf eine Karte zu setzen", erklärt der Stratege. Ende vergangener Woche sprach er sich für ein Paket aus, das "umfangreicher ist als die Vorschläge der Republikaner und der Demokraten". Bei den Abgeordneten ist der Ton indes deutlich sanfter.

Laut de Berranger spielen diese Unstimmigkeiten den Demokraten in die Hände. Sie könnten das Zaudern der Republikaner nun einfach "als Grund für die fehlende Verabschiedung eines massiven Konjunkturpakets vor den Wahlen ins Feld führen". Denn auch wenn die Gespräche zwischen Nancy Pelosi und Steven Mnuchin, dem US-Finanzminister, fortgesetzt werden, scheinen die Chancen auf eine Einigung vor dem 3. November gering. Das politische Tauziehen droht dem Strategen zufolge noch mehrere Wochen anzuhalten, was "zulasten der Wirtschaft gehen dürfte, während die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe wieder deutlich zunehmen." (fp)

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