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LBBW will in 1. M&A-Liga - schreibt Jobs aus

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erhöht ihre Schlagzahl im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A) und hat ambitionierte Ziele. Aus diesem Grund stellen die Stuttgarter entsprechend qualifizierte Professionals ein.

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© romannoru / stock.adobe.com

Die LBBW will mittelfristig zu einem der zehn wichtigsten M&A-Berater für mittelständische Unternehmen in Deutschland werden, nachdem sie hier bislang nur eine untergeordnete Rolle gespielt hatte. Nach Zugängen von Commerzbank und ING Groep in den vergangenen Monaten sollen weitere Einstellungen in Stuttgart und New York erfolgen, wie einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen ist.

Großes und interessantes Spielfeld
Im Blick hat die Bank vor allem Transaktionen, bei denen es um Geschäfte mit einem Jahresumsatz zwischen 50 Millionen und 300 Millionen Euro geht. “Dabei kann es sich um ganze Unternehmen handeln, oder aber auch um Teile, die von großen Konzernen verkauft werden. Gerade im letztgenannten Bereich waren wir bislang weniger aktiv, und das soll sich jetzt ändern”, sagte Joachim Erdle, Leiter des Bereichs Corporate Finance, in einem Interview mit Bloomberg.

Mittelgroße Unternehmen könnten in den kommenden Jahren eine größere Rolle bei M&A-Transaktionen spielen. Oft gehören sie Familien, denen es an einem Nachfolger fehlt und wo daher ein Verkauf erwogen wird. Zum anderen gibt es den Trend, dass sich größere Konzerne auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, und deshalb Randbereiche abstoßen. 

“Unsere Konkurrenten sind vor allem Boutiquen und andere Banken, aber auch Anwaltskanzleien und die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften”, erklärte Erdle mit Blick auf die Expansionspläne im Bereich M&A.

Am Sitz in Stuttgart will die Landesbank zwei weitere M&A-Berater anheuern, wodurch deren Anzahl dort auf acht steigen würde. Bereits im September war Olaf Schween, ehemaliger Leiter M&A Large Corporates bei der Commerzbank, nach Stuttgart gewechselt. International verstärkte sich die Bank zeitgleich in Singapur mit Michael Niederberger, zuvor Leiter Corporate Finance Asia bei ING. Er ist nun Head of M&A Asia/Pacific bei der LBBW.

Deal mit Natixis
Es soll nicht der einzige M&A-Standort außerhalb von Deutschland bleiben. “Wir suchen noch einen erfahrenen M&A-Berater für New York und führen bereits erste Gespräche”, sagte Erdle. Die LBBW habe in der Vergangenheit häufig das Problem gehabt, deutschen Unternehmen nicht immer garantieren zu können, für sie auch international den besten Käufer zu finden. Das soll sich nun mit den eigenen Beratern im Ausland ändern.

Vor Ort können die internationalen Berater auch auf das Netzwerk von Natixis zurückgreifen. Mit der französischen Investmentbank hat die LBBW vor zwei Monaten eine Kooperationsvereinbarung für das M&A-Geschäft geschlossen. Bei relativ kleinen Deals will die Landesbank künftig zudem mit dem Beraternetzwerk von Geneva Capital zusammenarbeiten.

Die LBBW plant, nicht nur potenzielle Käufer für deutsche Unternehmen in aller Welt aufzuspüren, sondern auch Ziele im Ausland für hiesigen Firmen zu finden, erklärte Erdle.

„2020 war ein schwieriges Jahr für M&A-Berater, da das Reisen wegen der Covid-Restriktionen kaum möglich war. Man kauft nichts, was man sich nicht auch mal ansehen kann”, sagte Erdle. In diesem Jahr habe das Geschäft aber wieder deutlich an Fahrt gewonnen. “Wir glauben daran, dass sich mit der M&A-Beratung gutes Geld verdienen lässt. Da muss man innerhalb der Bank nichts quersubventionieren.“ (aa)

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