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LBBW: Das Euro-Pendel schwingt zurück

Die LBBW Analysten sehen den Euro binnen Jahresfrist wieder bis auf 1,18 Dollar je Euro steigen, nachdem er derzeit bei rund: 1,12 notiert. Einer der wichtigsten Gründe für die Euroerholung ist die jüngste Konjunkturentwicklung.

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Der Euro zeigt laut LBBW frische Dynamik.
© peshkova / stock.adobe.com

Die LBBW Analysten sehen den Euro binnen Jahresfrist wieder bis auf 1,18 Dollar je Euro (Ende Juni: 1,12) steigen. „Der Euro setzt wegen der Neubewertung von Euro und EU bei internationalen Investoren zum Höhenflug an“, sagt Uwe Burkert, Chefvolkswirt und Leiter des LBBW Research. „Seit Anfang 2018 ging es stets abwärts, nun schwingt das Pendel wieder zurück.“ Im nächsten Jahr könnte der Euro die Marke von 1,20 Dollar je Euro wieder ins Visier nehmen, die er zuletzt Anfang 2018 gekostet hat.  
Seite 2 Presseinformation 7. Juli 2020
 
Talsohle durchschritten
Einer der wichtigsten Gründe für die Euroerholung ist aus LBBW-Sicht die jüngste Konjunkturentwicklung. "Wochenlang hatte die Corona-Zwangspause Wirtschaft und Gesellschaft lahmgelegt. Nun haben die europäischen Volkswirtschaften den Analysten zufolge die Talsohle hinter sich gelassen, sofern keine zweite Infektionswelle einen neuerlichen Lockdown erzwingt. In Europa lassen zudem die sinkenden Infektionszahlen bei aller Tragik für die Betroffenen auch wieder eine gewisse Normalisierung des öffentlichen Lebens zu", heißt es in der Analyse.
 
Alte Stärken

Der Alte Kontinent, der vorübergehend das Epizentrum der Pandemie war, scheint sich aus LBBW-Sicht überdurchschnittlich gut zu schlagen. "Die Staaten Europas haben historisch einzigartige Fiskalpakete beschlossen. Den stark betroffenen Ländern Frankreich, Italien und Spanien könnte zudem ein europäischer „Wiederaufbaufonds“ beistehen. „Vermutlich werden wir Mitte Juli auf einem Sondergipfel der EU unter deutscher Ratspräsidentschaft einen Durchbruch erleben und damit eine fundamentale Wende in der Finanzarchitektur Europas sehen“, fügt Uwe Burkert hinzu. Damit wird nach Ansicht des LBBW Research der Weg zu einer tieferen Integration Europas frei. Infolge dessen wird das Risiko eines Auseinanderbrechens der Union an den Märkten ausgepreist, was den Euro stützt. Selbst das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank, das ein potenzieller Sprengsatz für die Märkte war, haben Bundestag, Bundesbank und EZB gemeinsam entschärft", so die Analyse. (hw)

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