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LBBW: Chinas BIP-Wachstum liegt unter den Erwartungen, neue "Hypothek"

Die jüngst gemeldeten Wachstumszahlen der chinesischen Wirtschaft sind niedriger, als viele Analysten erwartet haben. Hinzu kommt eine neue "Hypothek" auf die Zukunft, die für höhere Risiken sorgt.

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© Blue Planet Studio / stock.adobe.com

Wie das LBBW Research berichtet, hat das chinesische BIP im dritten Quartal 2019 auf Jahresbasis um 6,0 Prozent zugelegt. Die Wachstumsrate lag damit etwas unter der bei Bloomberg veröffentlichten Konsensschätzung von 6,1 Prozent, entsprach aber genau der LBBW-Prognose von 6,0 Prozent. Auf Quartalsbasis lag der Zuwachs bei 1,5 Prozent.

Die Industrieproduktion wuchs im September mit 5,8 Prozent auf Jahresbasis etwas stärker als erwartet (Konsensschätzung: 4,9%), die Einzelhandelsumsätze entsprachen im September mit einem Zuwachs von 7,8 Prozent genau den Erwartungen.

Die Marktreaktionen auf die chinesischen Konjunkturdaten waren sehr verhalten. Der Yuan notiert derzeit wenig verändert bei USD/CNY 7,08.

Einschätzung der LBBW
Wie erwartet schwächt sich das chinesische BIP-Wachstum weiter ab, ohne aber einen Einbruch zu erleben. Die Belastungsfaktoren seien der LBBW zufolge zahlreich.

Dazu zählt neben dem Handelsstreit und der damit einhergehenden weltweiten Verunsicherung insbesondere die hohe Verschuldung der staatlichen Unternehmen. Aufgrund der konjunkturellen Schwäche der Weltwirtschaft und der damit einhergehenden zunehmenden Zurückhaltung der chinesischen Privatunternehmen bei ihren Investitionen, hat die Regierung die Konsolidierung der Staatsbetriebe z.T. ausgesetzt und Restriktionen bei deren Investitionstätigkeit gelockert.

Die Unternehmensinvestitionen insgesamt werden in China derzeit wieder vor allem von staatlichen Unternehmen getragen. Dies erhöht allerdings deren zukünftigen Konsolidierungsbedarf und ist insofern eine Hypothek auf die Zukunft.

Amtliches Wachstumsziel von sechs Prozent
Die jüngste Senkung der Mindestreservesätze, Steuererleichterungen für Konsumenten und Unternehmen, die Öffnung weiterer Sektoren für Investitionen ausländischer Unternehmen sowie die Erhöhung staatlicher Infrastrukturinvestitionen zeigen klar, dass Chinas Regierung zunächst einmal weiterhin alles daran setzen wird, das amtliche Wachstumsziel von sechs Prozent in diesem Jahr zu erreichen - auch wenn dies in Zukunft zu zusätzlichen Konsolidierungskosten führen wird. "Für 2020 gehen wir unverändert von einer Wachstumsabschwächung auf 5,7 Prozent aus", prognostiziert die LBBW abschließend. (aa)

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