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Lagarde wäre überrascht, wenn Inflation schon den Zenit erreicht hätte

Die oberste Hüterin des Euro wäre “überrascht”, wenn es das schon gewesen wäre mit der Inflation. Dafür gebe es noch zuviele Unsicherheiten, sagte Christine Lagarde vor dem Wirtschaftsausschuss des europäischen Parlaments. Das deutet darauf hin, dass die Zinsanhebungen noch weitergehen dürften.

Christine Lagarde, EZB
 Christine Lagarde
© Alex Kraus / Bloomberg

“Ich würde mir wünschen, dass die Inflation im Oktober ihren Höchststand erreicht hat, aber ich fürchte, dass ich nicht so weit gehen würde”, sagte sie in Brüssel gegenüber den europäischen Parlamentariern. “Es gibt zu viel Unsicherheit, insbesondere bei einer Komponente, nämlich der Weitergabe der hohen Energiekosten vom Großhandel zum Einzelhandel, um anzunehmen, dass die Inflation tatsächlich ihren Höhepunkt erreicht hat. Es würde mich überraschen.”

Wohl wieder mehr als zehn Prozent Inflation
Während sich das Tempo des Preisanstiegs im November zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren verlangsamt haben dürfte, bleibt die Inflationsrate nach Einschätzung fast aller Ökonomen über zehn Prozent. Der Median von 41 Schätzungen in einer Bloomberg-Umfrage geht von einer Steigerung um 10,4 Prozent aus. Die Zahlen sind am Mittwoch fällig; einen Vorgeschmack liefern deutsche und spanische Daten am Tag davor.

Langsameres Tempo bei künftigen Leitzinsanhebungen?
Investoren halten Ausschau nach Anzeichen dafür, dass die EZB nach den aggressivsten Zinserhöhungen in ihrer Geschichte ihren Appetit auf weitere Zinsschritte verliert, zumal die Eurozone zusehends in eine Rezession schlittert. Einige Mitglieder des 25-köpfigen EZB-Rats haben sich bereits für ein langsameres Tempo ausgesprochen - vor allem, weil nun auch noch die Rückführung der in den letzten Krisen gekauften Anleihen im Wert von rund fünf Billionen Euro ansteht. Andere sehen jedoch wenig Spielraum für eine Lockerung, solange die Inflation mehr als das Fünffache des Ziels von zwei Prozent beträgt. Der Chef der niederländischen Notenbank, Klaas Knot, sagte am Montag, man müsse sich auf eine “langwierige Phase” einstellen, in der die EZB die Inflation wieder auf das Ziel zurückführt.

Lagarde lässt vieles offen
“Wie viel weiter wir gehen müssen und wie schnell wir dorthin gelangen müssen, wird von unserem aktualisierten Konjunkturausblick, der Hartnäckigkeit der Schocks, der Reaktion der Löhne und der Inflationserwartungen sowie von unserer Einschätzung der Übertragung unseres geldpolitischen Kurses abhängen”, so Lagarde. Das könnte bedeuten, dass die Zinsen ein Niveau erreichen müssten, das das Wirtschaftswachstum einschränke, sagte sie. (kb)

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