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Kryptowährungen: Dann eben Ripple ...

Die Digitalwährung Ripple kündigt eine neue Plattform an und schafft, was Bitcoin seit einem halben Jahr nicht mehr gelungen ist: Eine veritable Kursexplosion. Diese hat sich in Form einer Wochen-Performance von rund 70 Prozent niedergeschlagen.

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Die drittgrößet Kryptowährung der Welt, Ripple, hat zuletzt einen veritablen Höhenflug hingelegt.
© michalsteflovic / stock.adobe.com

Während der Marktführer unter den Kryptowährungen, Bitcoin, seit Wochen um die 600 US-Dollar herumdümpelt und damit rund zwei Drittel seines historischen Höchststandes von 1.800 verloren hat, macht die zu Redaktionsschluss drittgrößte Währung dieser Tage dort weiter, wo der große Konkurrent aufgehört hat: Und zwar beim Thema Kursexplosion.



Quelle: Bloomberg



Um rund 70 Prozent konnte der Ripple-Dollar-Kurs in der vergangenen Woche zulegen. Auslöser war die Ankündigung des Managements gegenüber dem Nachrichtensender CNBC, "im nächsten Monat oder so" einen neue Transaktionsplattform aufzustellen.

Die Nachricht war offenbar dazu angetan, den Optimismus der Krypto-Gemeinde neu anzufachen. So sprange der Bloomberg Galaxy Crypto Index am Freitag um knapp neun Prozent an.

Auf dem Sprung zur Nummer 2
Für Ripple bedeuten die drastischen Zugewinne jedenfalls, dass man sich von der Marktkapitalisierung her auf Tuchfühlung zur Nummer zwei, Ethereum befindet – diese kam zuletzt auf einen kumulierten Marktwert von rund 19 Milliarden US-Dollar, Ripple erreicht 17 Milliarden. Nach wir vor unangefochten an der Spitze bleibt Bitcoin mit einem Gegenwert von insgesamt rund 100 Milliarden US-Dollar.

Ripple verspricht zu lösen, was Bitcoin vermissen lässt: Eine gut funkionierende Transaktionsplattform – auch für insitutionelle Investoren. Ein derartiges Tool scheitert bei Bitcoin bislang an den langen Rechenzeiten innerhalb der Blockchain, die verhältnsimäßig wenige Transaktionen pro Tag zulassen. Ripple verspricht Durchrechnungszeiten, die letzen Endes ein Volumen zulassen könnten, das dem von Visa gleichkommt.

Ob dieses Versprechen tatsächlich eingehalten werden kann, ist allerdings umstritten. Weitere Einblicke wird es vielleicht Anfang Oktober geben. Am Monats-Ersten beginnt die von Ripple Labs organisierte Swell Konferenz in San Francisco. Dass die Ankündigunge einer neuen Plattform so kurz vor der Konferenz angesetzt wurde beweist jedenfalls eines: Ein gutes Gespür für Marketing. (hw)

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