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Krypto zu teuer für Banken, wenn Basler Regulierungsidee Realität wird

Die Zentralbank der Zentralbanken mit Sitz in Basel lässt aufhorchen: Die vorgeschlagenen Regeln des Basler Ausschusses mache ein Engagement von Banken auf dem Markt für Krypto-Assets aus Sicht der Eigenkapitalunterlegung überaus kostspielig, sagen mehrere Bankenverbände.

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© Eisenhans / stock.adobe.com

Neun Bankenverbände haben dem bei der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) angesiedelten Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision; BCBS) ein Schreiben zukommen lassen, in dem sie auf dessen Vorschlag reagieren, strenge Eigenkapitalanforderungen für jene Häuser einzuführen, die Kryptoanlagen auf ihren Büchern halten. Das berichtet der Cointelegraph.

1.250 Prozent Risikogewichtung für Bitcoin ist eine Ansage
Im Juni 2021 hatte das BCBS ein Konsultationspapier veröffentlicht, in dem Bitcoin ein Risikogewicht von 1.250 Prozent zugewiesen wurde. Das bedeutet, dass Banken für jeden US-Dollar, den sie in Bitcoin investiert haben, einen US-Dollar an Eigenkapital halten müssen.

Einwände der Branche
In ihrem Schreiben argumentierten Branchenvertreter, dass der vom BCBS vorgesehene aufsichtsrechtliche Rahmen beträchtliche Hürden für regulierte Banken bedeuten würde, die am Markt für Krypto-Assets teilnehmen möchten. Sie argumentierten, durch bestimmte Elemente im Vorschlag würde die Beteiligung von Banken am Markt für Kryptovermögenswerte aus Kapitalsicht sehr kostspielig, und sie fügten hinzu, dass dieser Ansatz besonders aufgrund des raschen Wachstums der Marktaktivität im Zusammenhang mit Krypto-Assets unter Teilnehmern, die nicht unter die aufsichtsrechtlichen und marktbezogenen Vorschriften fallen, besorgniserregend sei.

Gegenvorschlag für differenziertere Betrachtung der verschiedenen Krypto-Assets 
Basis dafür sollen deren unterschiedliche Risikoprofile sein. Anstelle der Anwendung eines einzigen, undifferenzierten Risikogewichts von 1.250 Prozent umfasst das Schreiben auch einen Annex, in dem es heißt, dass bei einigen Krypto-Assets Aspekte wie die Präsenz eines liquiden Marktes, der in beide Richtungen funktioniert, ebenfalls miteinfließen sollen.

Notwendigkeit einer regulatorischen Sicherheit unbestritten
Zwar kritisieren die Verbände einikges an den BCBS-Vorschlägen, sie betonten jedoch, dass eine regulatorische Sicherheit kurz- bis mittelfristig, insbesondere angesichts der schnellen Entwicklung und Kundennachfrage nach Krypto-Assets wichtig sei. In dem Schreiben heißt es auch, dass die Banken derzeit nur in einem begrenzten Rahmen in Krypto engagiert sind. Doch die Verbände betonten auch, dass man dieses eingeschränkten Engagement aus mehreren Gründen für weder wünschenswert noch nachhaltig ansehe. (kb)

 

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