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Krypto-Assets sind laut EZB-Vize de Guindos kein "reales Investment"

Krypto-Vermögenswerte sollten nicht als „echte Investition“ angesehen werden, weil ihr zugrundeliegender Wert schwer zu erkennen sei, so Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank. Marktteilnehmer sollten sich auf weitere Preisschwankungen einstellen.

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Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank
© Bloomberg / Bloomberg News

“Wenn Sie Schwierigkeiten haben, herauszufinden, was die wirklichen Fundamentaldaten einer Investition sind, dann ist das, was Sie tun, keine echte Investition”, sagte de Guindos am Mittwoch in einem Bloomberg-TV-Interview. “Dies ist ein Vermögenswert mit sehr schwachen Fundamentaldaten, der einer hohen Volatilität unterliegen wird.”

Elon Musks Kritik
Der Wert von Bitcoin und anderen Token ist in den letzten Tagen gesunken, teilweise angetrieben durch die Kritik von Tesla-Chef Elon Musk, der das Mining von Bitcoin als kohlestromfressenden Prozess und damit als Umweltsünde brandmarkte, sowie das Risiko einer stärkeren behördlichen Kontrolle. Dazu kommt China, wo die PBoC das Verbot von Zahlungen mit Digitalwährungen betonte, und die chinesischen Bankenverbände, die Bitcoin die Eigenschaft als Zahlungsmittel gleich einer Währung absprachen. Einige Händler könnten auch Gewinne nach einem spektakulären Lauf auf fast 65.000 US-Dollar im April mitgenommen haben.

Finanzstabilitätsbericht 
Die EZB hatte zuvor in ihrem Finanzstabilitätsbericht mitgeteilt, dass die Risiken, die von Bitcoin für das breitere Finanzsystem ausgehen, begrenzt zu sein scheinen, auch wenn der Preisanstieg “frühere Finanzblasen wie die ‘Tulpenmanie’ und die Südseeblase in den 1600er und 1700er Jahren in den Schatten stellt.” “Die Situation, die wir vor einigen Monaten hatten, als die Preise in die Höhe schossen, unterscheidet sich nicht sehr von der, die wir jetzt haben, da die Preise nach unten gehen,” sagte Guindos.

Zuversichtlich betreffend der wirtschaftlichen Aussichten trotz Assetpreisinflation
Trotz steigender Risiken für die Finanzstabilität durch überbewertete Vermögenspreise zeigte sich der EZB-Vize relativ zuversichtlich, was die wirtschaftlichen Aussichten angeht. Der Rat steht vor einer entscheidenden geldpolitischen Sitzung am 10. Juni 2021, wenn aktualisierte Prognosen überprüft und diskutiert werden soll, wann mit der Rücknahme des Notfall-Anleihekaufprogramm begonnen werden kann. Die Risiken für den Wirtschaftsausblick “sind viel ausgeglichener als in der Vergangenheit”, sagte de Guindos. “Überall in Europa gewinnt die Konjunktur an Fahrt, und wir holen auf, wir schließen die Lücke.” (kb)

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