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Kontraindikator? Jim Rogers lässt die Finger von Gold

Der Starinvestor Jim Rogers gilt weltweit als Experte, wenn es um Rohstoff-Investments geht. In einem aktuellen Interview spricht er darüber hinaus über das Potenzial von Silber, Kupfer und Co.

Rohstoffexperte Jim Rogers
Rohstoffexperte Jim Rogers
© Simon Dawson / Bloomberg

Überraschung: Zurzeit investiert der US-amerikanische Rohstoffexperte Jim Rogers, bekannt für seinen Daueroptimismus für Rohstoffe, nicht in Gold, wie er im Interview mit "Euro am Sonntag" verrät. Der Grund: Rogers geht davon aus, dass die Preise noch eine Zeit lang korrigieren. "Wenn sie noch etwas weiter gefallen sind, dann werde ich einsteigen", gibt er seine Strategie preis. Ihm zufolge verspricht zudem Silber im Augenblick das größere Potenzial: "Gold notiert zurzeit etwa zehn Prozent unter seinem Allzeithoch, Silber dagegen 50 Prozent."

Kupfer und Nickel aussichtsreicher
In anderen Rohstoffen sieht der Investmentprofi bessere Anlageoptionen: So bezeichnet er Industriemetalle wie Kupfer und Nickel als "sehr aussichtsreich". Hier prognostiziert er eine stark wachsende Nachfrage in den kommenden Jahren – und das bei schwierigen Produktionsbedingungen, da es eine Weile dauert, Minen in Betrieb zu nehmen. Nach sorgfältiger Auswahl der Betreibergesellschaft können sich Rogers zufolge auch Investitionen in Minenaktien auszahlen.

Rogers kritisiert die Fed
Rohstoffe sind zurzeit begehrt, da viele Marktteilnehmer von einer steigenden Inflation ausgehen. Das macht Sachwerte traditionell besonders attraktiv. Der 79-jährige Rogers hatte zuletzt medienwirksam Kritik an der US-Notenbank Fed geübt: Mit ihrer lockeren Geldpolitik trägt sie ihm zufolge dazu bei, eine Finanzkrise heraufzubeschwören. (fp)

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