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Kontra-Indikator spricht für temporäres Ende der Aktienhausse

Hedgefonds mit Trendfolge-Strategien haben ihr Engagement in US-Aktien so weit angehoben, dass genau dies zukünftige Kursverluste signalisieren könnte. Darauf deuten zumindest die Zahlen bzw. Handlungsmuster aus der Vergangenheit hin. Investoren sollten daher bei Aktien vorsichtiger werden.

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© Green / stock.adobe.com

Immer weiter steigende Aktienkurse haben mehr und mehr Trendfolger zum Einstieg motiviert. Das könnte ein Kontra-Indikator sein, berichtet Bloomberg. Während Aktien-orientierte Hedgefonds derzeit unterinvestiert sind, haben diejenigen, die den Trends folgen - Makroinvestoren und Rohstoffhandelsfonds - “plötzlich das Licht erblickt und sind von einer 25 Prozent Short-Exposure im März auf mehr als 50 Prozent Long-Exposure per Ende vergangener Woche gegangen“, sagte Jason Goepfert, Gründer von Sundial Capital Research.

Zukünftige Käufer nunmehr investiert
Auf das Überschreiten der 50-Prozent-Marke zum ersten Mal seit 30 oder mehr Tagen folgten oftmals Rückgänge, erklärte Goepfert in einem Papier, in der die Kursentwicklung des S&P 500 Index seit 2003 analysiert wurde. Die Erträge des Index waren “in den nächsten beiden Monaten besonders schwach, und das Risko-Ertrags-Profil war bis zu drei Monate danach schrecklich”, schrieb er.

Der S&P 500 sank in den zwei Wochen nach einem solchen Signal im Median um 0,3 Prozent und lag zwei Monate später um 1,4 Prozent im Minus, schrieb Goepfert.

Hohe Aktienquoten bei vielen Investoren
Positionierung rückten zuletzt in den Fokus, nachdem JPMorgan Chase & Co. am 12. Juli 2019 erklärt hatte, dass der Aufwärtstrend bei Aktien begrenzt sein könnte, da Nicht-Bank-Anleger bei Aktien übergewichtet sind verglichen mit ihrem Engagement im letzten Jahrzehnt. Jefferies erklärte am 15. Juli, dass die jüngsten Zuflüsse zu Aktienfonds fast ausblieben.

Goepfert zufolge zeigt seine Analyse aber nicht, dass "alles verloren" sei. “Dies ist in erster Linie eine kurzfristige Sorge, insbesondere angesichts der Tatsache, dass reine Aktienfonds über einen längeren Zeitraum stark unterinvestiert zu sein scheinen”, sagte er. (aa)

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