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KLP und andere Großanleger investieren in Dark-Green-ESG-Impact-Fonds

Der Catella European Residential III erhält als Impact Fund von der norwegischen KLP und deutschen Investoren Kapitalzusagen von über 270 Millionen Euro. Der CER III versucht, Black-Swan-Risiken zu vermeiden und bedient sich dabei Nassim Talebs bahnbrechender Fragilitätskonzepte.

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© malp / stock.adobe.com

Großes Investoreninteresse verzeichnet dieser Tage der Immobilienspezialist Catella Residential Investment Management (CRIM) für eines seiner neuen Produkte: Der Catella European Residential III Fund (CER III), als erster paneuropäischer sogenannter „dark-green“ ESG-Impact-Fonds für Wohnimmobilien, hat von dem größten norwegischen Pensionsunternehmen KLP und einer Gruppe von acht deutschen Pensionseinrichtungen sowie Versicherern Mandatszusagen in Höhe von mehr als 270 Millionen Euro erhalten. Mit den neuen Zusagen erhöht sich das Eigenkapital des CER III auf insgesamt 750 Millionen Euro seit seiner Auflage vor zwei Jahren. CER III integriert zum Management von Black-Swan-Risiken Nassim Talebs bahnbrechende Fragilitätskonzepte. Darüber hinaus werden mit Talebs Governance-Ansätzen, wie "skin in the game", Anlegerinteressen stärker berücksichtigt. Über diesen Platzierungserfolg informiert Catella in eigener Sache.

"Dark" ist besser als "Light"
Die Kapitalzusagen folgten auf die Anpassung des CER III von einem "light green" Immobilienfonds zum zertifizierten Status eines "dark green" EU SFDR "Artikel 9"-Impact-Fonds im ersten Quartal 2021. Das bedeutet, dass das Vehikel bei seinen Investitionen nachhaltige soziale Ziele bzw. die Reduzierung von CO2-Emissionen verfolgt. Der Fonds wird von Catella Residential Investment Management (CRIM) mit Sitz in Berlin verwaltet.

Über die Strategie
Casper van Grieken, Executive Director, CBRE Netherlands - Head of Capital Advisors, sagt zu Strategie: “Das finanzielle Ziel des CER III ist die Erzielung einer stabilen, risikoarmen Gesamtanlagerendite von etwa fünf bis sechs Prozent pro Jahr. Die strategischen ökologischen und gesellschaftlichen Ziele, die sich an den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) orientieren, konzentrieren sich durch die Investition in nachhaltige Immobilien, deren Entwicklung und die Umwandlung von Bestandsimmobilien auf die Verringerung der CO2-Emissionen um 100 Prozent innerhalb von zehn Jahren, während gleichzeitig die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum unter angemessenen Lebensbedingungen verbessert wird. Während der Laufzeit des Fonds werden mehr als 80 Prozent des Portfolios in bezahlbaren Wohnraum investiert.“

Ein Teil des Fondskapitals kann in Objekte des paneuropäischen Joint-Venture-Programms von Catella und Elithis investiert werden, mit dem 100 der weltweit ersten energiepositiven Wohntürme entwickelt werden sollen. Die Wohntürme, die von dem französischen Gebäudetechnik- und Consulting-Unternehmen Elithis konzipiert werden, produzieren mehr Energie, als das Gebäude und die Mieter verbrauchen, wodurch die Energiekosten der Bewohner nahezu oder vollständig entfallen und daher effektiv bezahlbare Gesamtmietkosten entstehen, die fünf bis zehn Prozent unter dem Durchschnitt der Nachbarschaft liegen.

Nassim Talebs Lehren sollen Risiken reduzieren
Michael Fink, Managing Director, CRIM, präzisiert: “Black-Swan-Ereignisse, wie die globale Finanzkrise oder die Covid-19-Pandemie, haben gezeigt, dass sie einen wesentlichen Einfluss auf die Wohnungsmärkte haben. Catella hat mit der Implementierung von Nassim Talebs Konzepten Lösungen zum Risikomanagement dieser Marktereignisse gefunden. Zufällige Muster schwerwiegender Marktstörungen werden in Anbetracht der bevorstehenden Ereignisse in Zusammenhang mit dem Klimawandel zukünftig vermutlich häufiger auftreten. Die vorherrschende Marktmeinung sieht eine Maximierung der Mieteinnahmen vor, aber wir sehen, dass ein Mangel an sozialer Gerechtigkeit oder wirklich bezahlbaren Mieten in einem Portfolio eine erhebliche Risikoquelle darstellt. Mit dem Impact Fund wird in unserer Anlagephilosophie nun die dritte ESG-Säule gestärkt, indem wir Talebs "skin in the game"-Theorie durch eine enge Verknüpfung der Interessen von Investoren und Investmentmanagern - oder dem Governance-Faktor (G) - in die Gebührenstruktur des CER III integrieren.“

Skin in the Game
Die Verknüpfung der Interessen von Investoren und Investmentmanagern im CER III wird durch die Aufnahme einer Strafklausel in die Managementvereinbarung erreicht. Diese sieht vor dass die CRIM einen Teil ihrer laufenden Managementgebühren an eine entsprechende "impact-bezogene" Fonds der Vereinten Nationen spendet, falls der Manager die drei für den Fonds festgelegten finanziellen bzw. gesellschaftlichen Ziele nicht erreicht.

KLP will verantwortungsvolle Investments
Andreas L. Farberg, Investment Manager Global Real Estate bei KLP, Norwegens Pensionskasse für kommunale Arbeitgeber und den Gesundheitssektor, verdeutlicht: “KLP strebt danach, ein verantwortungsvoller Investor zu sein. Wir wählen unsere Managementpartner und Investitionen in Immobilien und alle anderen Anlageklassen nach dem Prinzip aus, dass sie zur Erreichung der weltweit beschlossenen Ziele für eine nachhaltige Zukunft beitragen. Das dunkelgrüne (dark green) SFDR-Investment-Overlay des CER III deckt sich mit unseren Zielen für nachhaltige Investitionen. Insbesondere schätzen wir, dass Catella eine direkte Verbindung zwischen ihren Gebühreneinnahmen als Investmentmanager und dem Erreichen der festgelegten Nachhaltigkeitsziele des Fonds hergestellt hat, was zu unserer Auswahl des CER III beigetragen hat. Wir finden die Anwendung der Risikokonzepte von Nassim Taleb auf Investitionen in Wohnimmobilien wegweisend und schätzen Catellas Konzepte zu Robustheit und Antifragilität.“

"Investitionsschmerzen"  teilen
Nassim Talebs fünftes Buch aus seiner Incerto-Reihe - Skin in the Game: Hidden Asymmetries in Daily Life betont die Notwendigkeit, in den Beziehungen zwischen Investoren und Investmentmanagern "Investitionsschmerzen" zu teilen. Er vertritt die Auffassung, dass ein geteiltes Risiko bei wichtigen Investitionsentscheidungen von grundlegender Bedeutung für Transparenz, Fairness und Risikomanagement ist.

Externe ESG-Expertise
CRIM wird weiter für das ESG-Benchmarking mit GRESB auf Fonds- und CREEM auf Objektebene zusammenarbeiten, um die ESG-Performance zu messen und zu verbessern. Ein interaktives ESG-Impact-Dashboard ermöglicht es den Fondsmanagern, die Eignung potenzieller Akquisitionen eingehend zu prüfen und den aktuellen sowie zukünftigen sozialen und ökologischen Impact der Objekte im Portfolio zu sehen. Das ESG-Beratungsunternehmen EnviroSustain unterstützt den CER III bei Ankaufsprüfungen und bei der fortlaufenden Einhaltung und Erreichung der Ziele. Vistra Fund Management S.A. erbringt die AIFM-Dienstleistungen (Alternative Investment Fund Manager) für den CER III. (aa)

 

 

 

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