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Aktien: Sechs Anzeichen für einen Bullenmarkt in der Endphase

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Kim Felix Fomm, Liqid: „Private Equity schneidet besser ab“

Für den Geschäftsführer von Liqid bleibt Private Equity die Anlageklasse mit den höchsten Ertragserwartungen. Warum das so ist, erklärt er in einem „Institutional Money“ exklusiv vorliegenden Beitrag.

Kim Felix Fomm, Liqid
Kim Felix Fomm, Liqid
© Liqid

Private Equity zählt seit Jahrzehnten zu den ertragsstärksten Anlageklassen überhaupt, erinnert Kim Felix Fomm, Geschäftsführer von Liqid, in einem Exklusiv-Beitrag für „Institutional Money“. So schnitten institutionelle Investoren seit 2001 mit dieser Anlageklasse um etwa fünf Prozent pro Jahr besser ab als mit dem maßgeblichen US-Aktienindex S&P 500.

Zu ähnlichen Schlüssen kommt laut Fomm eine Studie der Harvard Universität. Demnach beträgt die langfristige Überrendite von Buyout-Fonds, die Unternehmen kaufen, diese profitabler machen und später mit Gewinn wieder verkaufen, im Vergleich zu Aktien etwa drei Prozent.

Doch sind solche Überrenditen mit Private Equity auch noch für die Zukunft zu erwarten? Die Antwort gibt Fomm in seinem Artikel wie folgt: „Tatsache ist: Infolge der expansiven Geldpolitik der Notenbanken ist seit der Finanzkrise weltweit enorm viel Geld in die Kapitalmärkte geflossen. Von diesen Zuflüssen hat in besonderem Maße auch Private Equity profitiert. In der Folge sind aber sowohl die Börsenkurse als auch die Preise für privat erworbene Unternehmen kräftig gestiegen und haben 2018 einen Rekordwert erreicht.

Wertsteigerungsmaßnahmen werden schneller umgesetzt
Die hohen Preise stellen Private-Equity-Gesellschaften heute natürlich vor Herausforderungen. Denn wenn sie viel Geld für den Erwerb ihrer Portfoliounternehmen investieren müssen, drückt das die Renditeerwartungen. Dennoch ist es auch heute noch immer möglich, sehr attraktive Renditen mit Private Equity zu erzielen. Die Investoren haben auf die hohen Preise reagiert und ihre Teams und Strategien entsprechend angepasst: Den höheren Kapitalaufwand gleichen sie größtenteils durch Effizienzsteigerungen wieder aus.

So haben viele Private-Equity-Fonds ihre Teams mit sogenannten “Operating Partnern” verstärkt. Hierbei handelt es sich um erfolgreiche, industrieerfahrene Manager, die gemeinsam mit der Firmenleitung der Portfoliounternehmen Wertsteigerungskonzepte umsetzen. Die Operating Partner stellen den Unternehmen dringend benötigtes Know-how zur Verfügung – beispielsweise für die internationale Expansion – das ihnen sonst nicht zugänglich wäre. Mit diesem zusätzlichen Wissen können die Portfoliounternehmen nachhaltig höhere Erträge erwirtschaften, wovon dann natürlich die Private-Equity-Fonds und ihre Investoren profitieren.

Erfolgreiche Buy-and-Build-Strategien
Zudem setzen die Fonds Wertsteigerungsmaßnahmen heute deutlich schneller um als in der Vergangenheit. Dazu tragen auch sogenannte “Buy-and-Build-Strategien” bei, die den Zukauf und die Integration von weiteren Unternehmen aus der gleichen Branche in die Portfoliounternehmen vorsehen.

Unter dem Strich erwarten wir für Private-Equity-Investments – wie für alle anderen Anlageklassen auch – zwar niedrigere Erträge als im langfristigen Durchschnitt. Grund hierfür sind die im historischen Vergleich hohen Bewertungen. Trotzdem bleibt Private Equity auch in Zukunft aber die Anlageklasse mit den höchsten Ertragserwartungen: Es ist davon auszugehen, dass Anleger auf lange Sicht mit Private Equity auch künftig im Durchschnitt pro Jahr rund drei Prozent höhere Renditen erzielen werden als an den Aktienmärkten.

So ist die Anlageklasse auch für Investoren interessant, die aktuell mit einer sich abkühlenden Weltwirtschaft rechnen. Denn historisch haben sich Private-Equity-Fonds, die rund um Rezessionsjahre aufgelegt wurden, überdurchschnittlich gut entwickelt. In solchen Jahren gelingt es guten Fondsmanagern nämlich, Unternehmenskäufe weit unter dem tatsächlichen Marktwert zu tätigen und somit überdurchschnittliche Wertzuwächse zu erzielen. In stürmischen Zeiten hilft auch der gestaffelte Einstieg; Private-Equity-Fonds rufen Kapitalzusagen nur in dem Tempo ab, wie sie Unternehmen identifizieren, prüfen und erwerben können. Extrem ungünstige Einstiegspreise werden so unwahrscheinlicher.  

Anleger sollten bei Private Equity daher nicht versuchen, durch geschicktes Timing einen besonders günstigen Einstiegszeitpunkt anzusteuern, um ihre Rendite zu optimieren. Da Private-Equity-Fonds das zugesagte Kapital ihrer Investoren über mehrere Jahre hinweg investieren, gibt es grundsätzlich nämlich nicht den einen richtigen Investitionszeitpunkt. Erfahrene Anleger, die bereits mit einer nennenswerten Summe an den Kapitalmärkten oder auch an den Immobilienmärkten investiert sind, sollten die Anlageklasse Private Equity als zusätzliches Element der Diversifikation mit besonders attraktiven Renditechancen in ihr Gesamtportfolio aufnehmen.“  

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