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Ken Griffins Makro-Traum lässt sein Vermögen auf 20 Mrd. USD wachsen

Ken Griffin war in Kalamitäten, als Corona die US-Wirtschaft im März 2020 im Griff hatte: Aktien stürzten rapide ab und am Bondmarkt ging es drunter und drüber. Von Griffiins Citadel gemanagte Hedgefonds verbuchten Verluste aufgrund der Computermodelle, die mit der Pandemie nicht umgehen konnten.

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Ken Griffin kann sich entspannt zurücklehnen: Citadel hat so ziemlich alles richtig gemacht und ihm einen satten Vermögenszuwachs um fünf Milliarden US-Dollar beschert. 
© David Paul Morris / Bloomberg

Doch für Griffin war die Gemengelage auch eine einmalige Chance, die einige der besten Anlagemöglichkeiten in seiner 30-jähirgen Karriere für ihn bereithielt. Seine Trader bedienten sich an den ausgebombten Kreditmärkten, sammelten Schulden von Finanzgesellschaften ein und konnten die weltweit zu beobachteten starken Schwankungen der Assetpreise nutzen. 

Traum-Szenario eines jeden Makro-Traders
Griffin selbst sprach kürzlich auf einem Event der Robin Hood Foundation, einer in New York ansässigen Non-Profit-Organisation, exakt davon, wie Bloomberg News berichtet. Citadel habe in der Panik seine PositiOnen aufgestockt, sagte er. Wie viele andere Hedgefonds hatte Citadel im März gelitten und dann - wie viele andere auch - von der Fed-Politik und dem Zwei-Billionen US-Dollar Stimuli-Packet des Kongresses profitiert. 

Paul Tudor Jones, der Griffin auf diesem Event interviewte, beschrieb die Aktion der Fed als unglaublich und atemberaubend, sodass man kaum glauben konnte, was man da vernahm. Nicht einmal er habe davon so stark profitierT, wie er dies hätte tun sollen. 

Bemerkenswertes Jahr
Griffin, der mit dem Handel von Wandelanleihen in den Schlafräumen von Harvard während seines Studiums begonnen hatte, ritt die Welle intensiv. Citadels Flaggschifffonds konnte die Märzverluste ausmerzen und ist auf der Erfolgsstraße. Griffins Wellington Fund legte bis Oktober um 20 Prozent zu, und die Assets des Hedgefondsbusiness in Griffins Imperium schwollen auf 35 Milliarden US-Dollar an. Ungefähr sechs Milliarden davon sind Griffins eigenes Geld. Doch das ist noch nicht der Hauptbeitrag zum Griffins Vermögenszuwachs in diesem Jahr.

Zur gleichen Zeit hat Citadel Securities, eine separate Handelseinheit in Griffins Firmengeflecht, die von Peng Zhao geführt wird, seine Büros in Chicago und New York größtenteils verlassen und in Notfallseinrichtungen in Connecticut und am Four Seasons Palm Beach in Florida temporäre Handelräume aufgebaut, um die Geschäfte während der Pandemie am Laufen zu halten. Das Market Making in Aktien, Optionen, Fixed Income, Rohstoffen und Währungen erwies sich als Goldgrube in der Corona-Krise, als die Umsätze stiegen. Die Gewinnmargen stiegen im ersten Halbjahr auf 67 Prozent, was einem zehnprozentigen Zuwachs im Jahresvergleich entspricht. Auch das Trading via Apps von Robinhood Markets gab dem Business festen Auftrieb - ein Gebiet, wo Citadel dominiert. 

Die beiden Standbeine haben in Griffins Kassen dieses Jahr bis dato zirka fünf Milliarden US-Dollar gespült, sodass der Milliardär nun bei ungEfähr 20 Milliarden hält, wie der Bloomberg Billionaires Index zeigt. (kb)

 

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