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Kann Japan die Deflation endlich hinter sich lassen?

Jüngste Daten und Umfragen deuten darauf hin, dass immer mehr japanische Firmen die höheren Kosten, die meist auf gestiegene Rohstoffpreise und den schwächeren Yen zurückgeführt werden, an die Verbraucher weitergeben. "Das ist neu", sagt Naoki Kamiyama, Chief Strategist bei Nikko Asset Management

Naoki Kamiyama
Naoki Kamiyama, Chief Strategist bei Nikko Asset Management
© Nikko AM

Naoki Kamiyama, Chief Strategist bei Nikko Asset Management, sieht Anzeichen dafür, dass Japan aus der Deflation herausfinden könnte, hat aber auch Zweifel: "Japans Unternehmen, die lange Zeit in einer Deflationsspirale steckten, zögerten zu Beginn der jüngsten Inflation, ihre höheren Kosten auf die Verbraucher abzuwälzen. Einige Experten glauben, mit dem jetzigen Ende der Zurückhaltung haben Japans Firmen einen Weg aus der Deflation gefunden. Das Phänomen könnte sich jedoch als kurzlebig erweisen. Denn noch könnte die Inflation nur vorübergehend sein."

Die japanischen Verbraucher kaufen derzeit Konsumartikel zu höheren Preisen, aber dieser Trend könnte sich verflüchtigen und den Inflationsdruck abschwächen, sobald sie das Verhältnis zwischen ihren Einkünften und der Inflation vollständig erfassen. Außerdem könnten die Konsumausgaben weniger nachhaltig sein als in Ländern wie den USA, da Tokio seine Bürger nach dem Corona-Ausbruch nicht so üppig finanziell unterstützt hat, wie das in den USA der Fall war. 

Es gibt aber auch positive Anzeichen
So flossen in diesem Jahr höhere Bonuszahlungen, da die Gewinne vieler Unternehmen wegen der starken Exporte erheblich gestiegen sind. Dank der höheren einmaligen Einnahmen konnten viele Verbraucher vorerst mit der Inflation Schritt halten. Das ermöglicht es den Unternehmen wiederum, ihre höheren Kosten zu überwälzen. Naoki Kamiyama dazu: "Jetzt dürften die Löhne der Schlüssel dafür sein, ob die Unternehmen ihre Kosten längerfristig weitergeben können. Im Frühjahr, wenn Unternehmen und Arbeitnehmer traditionell über Löhne verhandeln, sind diese spürbar gestiegen. Ob sich dieser Trend fortsetzt, dürfte weitgehend davon abhängen, ob die Exporte ihre derzeitige Stärke beibehalten. Die Stärke der japanischen Wirtschaft wird derzeit vor allem mit der Erholung von der Pandemie erklärt. Ein nachhaltiger Anstieg der Löhne könnte der Wirtschaft helfen, auf einen längerfristigen Wachstumspfad einzuschwenken und das Land aus der Deflation zu befreien. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein solches Szenario allerdings noch sehr unsicher." (kb)

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