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Kames Capital: Sind Hochzinsanleihen jetzt ausreichend günstig?

Nach Ansicht von Thomas Hanson, Leiter High Yield Fixed Income bei Kames Capital, sollten angesichts einer Rendite im oberen, einstelligen Prozentbereich institutionelle Investoren bei globalen Hochzinsanleihen näher hinsehen und eine Aufstockung in Erwägung ziehen.

Thomas Hanson, Leiter High Yield Fixed Income bei Kames Capital
Thomas Hanson, Kames Capital
© Kames Capital

Großanleger auf der Jagd nach Rendite sollten Hochzinsanleihen auf ihre Einkaufslisten nehmen. Denn der globale Markt für Hochzinsanleihen bietet laut Thomas Hanson, Leiter High Yield Fixed Income bei Kames Capital, inzwischen eine Effektivrendite von ca. 8,5 Prozent. Bedeutet dies also, dass er für Investoren eine günstige Kaufgelegenheit darstellt?

"Die Bewertungen sind gewiss überzeugend, doch bleiben klare Risiken bestehen. In diesem Jahrhundert bestand nur sehr wenige Male die Möglichkeit, dass Anleger auf diesem Niveau kaufen konnten. Zwar fielen die späteren Renditen sehr positiv aus, dennoch gibt es viele Gründe, an diesem Punkt vorsichtig zu sein. Hohe Renditen werden aufgrund ihres idiosynkratischen Charakters von einzelnen Gewinnern und Verlierern definiert, so dass eine solide Fundamentalanalyse unerlässlich ist", hält Hanson fest.

Trotz attraktiver Titelbewertungen sollten Investoren bedenken, dass diese Krise ganz anders sei  als alles, was der Markt bisher erlebt hat. Investoren befinden sich vielfach Bezug auf die wirtschaftlichen Auswirkungen einfach auf unbekanntem Terrain. Offensichtlich hängt vieles von der Dauer des wirtschaftlichen Ausfalls ab, und dazu lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage machen.

Der Markt habe sich Hanson zufolge in letzter Zeit viel positiver entwickelt und der Abwärtsdruck auf Hochzinsanleihen habe sich umgekehrt. "Dies wurde durch positivere Fondsflüsse und Anleger begünstigt, die überschüssiges Kapital am Margenrand eingesetzt haben. Es besteht eine Diskrepanz in der Frage, wo dieses Geld eingesetzt werden soll."

Bessere Bonitäten werden gerne gekauft
Defensive, qualitativ hochwertigere Hochzinsanleihen mit BB-Rating haben sich als Hauptprofiteure bei der Trendwende der Risikostimmung erwiesen. Denn sie werden als die einzig möglichen Gewinner betrachtet, die hervorkommen könnten. "Das macht es so schwer, sie aufzuspüren. Zyklische Industrieunternehmen mit niedrigerem Rating bilden die Nachzügler, da viele Investoren ihre Portfolios trotz des niedrigeren Bewertungsniveaus immer noch von derartigen Krediten bereinigen wollen", erklärt Hanson.

Fed hat Bullen zumindest vorläufig gerettet
Die von der US-Notenbank in der vergangenen Woche angekündigten Maßnahmen seien möglicherweise in der Lage, die Stimmung unter den Anlegern sinnvoll zu beeinflussen.

Die US-Notenbank hat sich mit einer der größten potenziellen Herausforderungen für den Markt befasst, nämlich mit der Bereitschaft und Fähigkeit, gefallene Engel zu kaufen.

"Zudem hat die Fed auch effektiv Unterstützung für den Markt für Hochzinsanleihen zugesagt, indem sie angeboten hat, eine kleine Menge von High Yield ETFs zu kaufen und kleineren Emittenten im Rahmen des Main Street-Lending Programms Liquidität zur Verfügung zu stellen. Dies könnte den Emittenten, die mit einer Liquiditätskrise konfrontiert sind, sinnvoll helfen", erklärt Hanson abschließend. (aa)

 

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