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Jupiter: Aus Gegenwind wird Rückenwind

Nach Ansicht von Jupiters Nick Payne sind die Aussichten für Schwellenländeraktien nach einem schwierigen Jahr 2021 wieder günstig. Das liegt vor allem an der Geldpolitik, die noch Pfeile im Köcher hat.

Nick Payne, Head of Strategy, Global Emerging Markets Focus bei Jupiter Asset Management
Nick Payne, Head of Strategy, Global Emerging Markets Focus bei Jupiter Asset Management
© Jupiter Asset Management

"Wenn die Impfungen in den Schwellenländern schneller voranschreiten, werden sich die lokalen Volkswirtschaften erholen und die Investitionsstimmung dürfte sich verbessern – und die Lücke in der Aktienmarktentwicklung wird sich unserer Ansicht nach verringern", schreibt Nick Payne, Head of Strategy, Global Emerging Markets Focus bei Jupiter Asset Management, in einem aktuellen Marktkommentar.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2021 haben die Aktienmärkte der Schwellenländer im Vergleich zu denen der Industrieländer insgesamt schlechter abgeschnitten, was vor allem auf China zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu hat Indien, das Jupiter AM seit langem bevorzugt, im vergangenen Jahr im Durchschnitt besser abgeschnitten als die entwickelten Märkte. Indien verfolgte einen weniger restriktiven Ansatz als China und machte die Wiederöffnung seiner Wirtschaft zur Priorität. Das indische BIP-Wachstum im Jahr 2021 war wesentlich stärker als das chinesische, und dies wird sich Payne zufolge wahrscheinlich auch 2022 fortsetzen.

Gegenwind in China wird sich umkehren
China litt 2021 unter drei Hauptproblemen, die sich Paynes Meinung nach 2022 abschwächen könnten: eine sich verlangsamende Wirtschaft, Probleme im Immobiliensektor und eine strengere Regulierung.

China hat eines der weltweit schärfsten Maßnahmenpakete gegen Covid ergriffen, was das Wirtschaftswachstum verlangsamt hat. Im dritten Quartal lag das BIP-Wachstum bei 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – Anfang 2021 rechneten Experten noch mit über acht Prozent. "Wir sind der Meinung, dass immer mehr hochrangige chinesische Politiker über die Konjunkturabschwächung besorgt sind und dass China 2022 die Geldpolitik lockern könnte, während die Industrieländer angesichts der Inflation wahrscheinlich eine Straffung vornehmen werden", hält Payne fest.

Die Schwellenländer haben im Allgemeinen nicht in dem Maße wie Europa und die USA "Helikopter"-Geld (erhöhte Staatsausgaben und Konjunkturprogramme) eingesetzt und werden daher Paynes Ansicht nach 2022 nicht in demselben Maße unter einer Lockerung der Geldpolitik oder einer fiskalischen Belastung leiden wie die Industrieländer. Der Gegenwind könnte sich in Rückenwind verwandeln. 

Rekordhohe Wachstumsraten gehören der Vergangenheit an
Allerdings müssten Investoren anerkennen, dass sich das Wachstumsmodell in China dauerhaft verändert hat. Anleger sollten von China keine BIP-Wachstumszahlen von acht Prozent mehr erwarten. Ein BIP-Wachstum zwischen vier und fünf Prozent wäre für eine so große Volkswirtschaft – die zweitgrößte der Welt – immer noch hervorragend. Das künftige Wachstum in China dürfte solider ausfallen. Es wird höchstwahrscheinlich mit weniger Schulden einhergehen, weniger von Immobilieninvestitionen abhängen und stärker auf den Verbraucher ausgerichtet sein.

Der Schritt Chinas hin zu einer strengeren Regulierung im Jahr 2021 sei nach Ansicht Paynes vielfach missverstanden worden. Es wäre übertrieben, darin einen Rückzug in eine Art maoistische Dystopie zu sehen. "Wir verstehen ihn als Teil von Chinas Streben nach "allgemeinem Wohlstand". Die chinesische Regierung will weg vom Wachstum um jeden Preis, hin zu einem qualitativ besseren Wachstum und einer stärkeren Einbeziehung aller Teile der Gesellschaft. Dies kommt verbraucherorientierten Unternehmen sehr zugute", erklärt Payne abschließend. (aa) 

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