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J.P. Morgan: Schlimmster Teil des Markteinbruchs ist wohl überstanden

Die Strategen von J.P. Morgan sind zu dem Schluss gekommen, dass die meisten Risikoaktiva ihren Tiefpunkt hinter sich haben in dieser Rezession, die die Volkswirtschaften auf der ganzen Welt erfasst hat. Risikoaktiva umfassen normalerweise Aktien und Unternehmensanleihen.

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John Normand, Head of Cross-Asset Fundamental Strategy bei J.P. Morgan
© Bloomberg

Die Auslöseimpulse, die die US-Bank als Zeichen für eine Stabilisierung und Erholung des Marktes festgesetzt hatte, seien größtenteils erfüllt, schrieben die Strategen um John Normand kürzlich. Dazu zählen beispielsweise ein rezessionsartiges Kursniveau, eine Trendwende bei der Anlegerpositionierung und außerordentliche fiskalpolitische Anreize. Die Coronavirus-Infektionsraten seien jedoch weiterhin ein “schwierig zu kalkulierender Faktor“, da sie hoch blieben, selbst wenn sie sich in den USA und Europa “verlangsamten”, erklärten die Strategen.

Volatilität bleibt wohl noch eine Zeit lang erhalten
“Riskante Märkte dürften volatil bleiben, solange die Infektionsraten für Unsicherheit mit Blick auf die Tiefe und Dauer der Covid-Rezession sorgen. Aber es hat sich grundlegend und technisch genug geändert, um das selektive Hinzufügen von Risiko zu rechtfertigen”, schrieb Normand. “Die meisten riskanten Märkte haben wahrscheinlich ihre Tiefststände für diese Rezession erreicht, außer vielleicht Öl und einige Schwellenländer-Währungen, die von Problemen bezüglich der Tragfähigkeit der Schulden betroffen sind.”

Der MSCI All Country Index ist vom Rekordhoch vom Februar um 34 Prozent bis auf das jüngste Tief vom 23. März abgesackt. Bis zum Montagmorgen hatte er mehr als ein Viertel dieses Verlusts aufgeholt.

Jedoch sieht nicht jeder den Boden als erreicht an
David Kostin (Bild links) von Goldman Sachs bekräftigte in einer Notiz seine Erwartung, dass der Markt in den kommenden Wochen weiter nach unten gehen werde. Er verwies auf eine Checkliste für eine anhaltende Rally, ähnlich wie die von Normand - eine Verlangsamung der Virus-Ausbreitung, Anzeichen dafür, dass fiskal- und geldpolitische Anreize wirken, und eine Bodenbildung bei der Positionierung und den Kapitalflüssen der Investoren.

Anatole Kaletsky von Gavekal Research (Bild rechts) schrieb in einer Notiz am Montag, dass es zu früh sei, Aktien zu kaufen. Er nannte Argumente wie eine “überraschend selbstgefällige” Anlegerstimmung und historische Daten, die zeigen, dass Bärenmärkte fast nie mit einem einzigen massiven Ausverkauf ohne erneuten Test des Bodens enden. (kb)

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