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JP Morgan AM: Höhere Kündigungszahlen stimmen nachdenklich

Die neuesten US-Arbeitsmarktstatistiken fielen sowohl für die Unternehmen als auch für die Arbeitnehmer positiv aus. Und genau diese Tatsache sollte antizyklisch agierende Investoren vorsichtiger werden lassen. Denn besonders gute Zahlen rechtfertigen höhere Zinsen.

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© F8studio / stock.adobe.com

Der US-Wirtschaft und insbesondere dem US-Arbeitsmarkt geht es gut. So enthielt der jüngst veröffentlichte Arbeitsmarktbericht sowohl für die Arbeitgeber-, als auch die Arbeitnehmerseite positive Nachrichten. Über diese Entwicklung berichtet JP Morgan Asset Management in der aktuellen Ausgabe von „The Weekly Brief“.

Arbeitslose kehren zurück
Ein Anstieg der Erwerbsquote führte dazu, dass die Unternehmen für Neueinstellungen auf einen etwas größeren Personenkreis zurückgreifen konnten. Das trug dazu bei, dass die Unternehmen das beschleunigte Lohnwachstum dämpfen konnten.

Damit sorgt die gute Konjunktur offenbar dafür, dass immer mehr Arbeitnehmer, die sich nach der Finanzkrise frustriert aus dem Arbeitsmarkt zurückzogen, nunmehr ihre Arbeitskraft wieder zur Verfügung stellen. Die gute Stimmung sorgt aber auch bei den bereits beschäftigten Arbeitnehmern für „Bewegung“.

Jobwechsel: Jetzt oder nie
Die Zuversicht bei den Arbeitnehmern nimmt zu, dass sie ihre Anstellung kündigen und eine neue Stelle finden können. Das wird bei der Kündigungsquote in den USA deutlich, also dem Verhältnis zwischen denjenigen, die ihr Arbeitsverhältnis freiwillig beendet haben und den weiterhin Beschäftigten. Die Quote hat laut der Grafik unten im Konjunkturzyklus unlängst einen neuen Höchststand erreicht und erricht damit jene Niveaus, von denen es aus in der Finanzkrise wieder bergab ging. Das könnte ein Warnsignal für vorsichtige Marktteilnehmer sein.

Kündigungsquote in den USA erreicht neues Zyklushoch
Veränderung zum Vorjahr in % (links); Anteil der Beschäftigten in % (rechts)

Stärkere Inflation führt zu höheren Zinsen 
„Da die Arbeitnehmer optimistischer werden, neue und besser bezahlte Arbeitsstellen zu finden, sollten das Lohnwachstum in den USA und damit auch die Inflation allmählich steigen. Aufgrund dessen dürfte die Fed an ihrem Kurs festhalten, die Zinsen im nächsten Jahr um 25 Basispunkte pro Quartal zu erhöhen“, prognostiziert JP Morgan AM. (aa)

 

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