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Jetzt ist die Zeit für japanische Value-Aktien, sagt Nikko

Die Kluft zwischen Growth- und Value-Aktien an der Tokioter Börse hat im ersten Quartal 2020 neue Rekorde erreicht. In den vergangenen zehn Jahren gab es nur eine einzige Phase einer derartigen Value-Unterperformance, stellt Shigeru Aoyagi, Chief Portfolio Manager bei Nikko Asset Management, fest.

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 Shigeru Aoyagi, Chief Portfolio Manager bei Nikko Asset Management, glaubt an Value.
© Nikko AM

Shigeru Aoyagi, Chief Portfolio Manager bei Nikko Asset Management, ist zuversichtlich, dass die aktuellen Verzerrungen vorübergehender Natur sein werden. Hier sind seine Gründe - und zwei Beispiele.

Japanische Aktien sind unterbewertet
Japanische Aktien sind im Vergleich zu anderen wichtigen Märkten deutlich unterbewertet. Shigeru Aoyagi dazu: "Darüber hinaus befindet sich die Ertragsrendite des Topix auf einem Allzeithoch, während das KGV auf dem niedrigsten Stand seit der Finanzkrise und dem Erdbeben und Tsunami von 2011 liegt. Seit 1985 haben japanische Value-Aktien die Wachstumstitel hinter sich gelassen. Wir glauben, dass die derzeitige Underperformance des Value-Ansatzes nur von kurzer Dauer sein wird."

Strukturelle Faktoren sprechen für Japans Aktien
Da ist einmal die stetige Verbesserung der Corporate Governance zu nennen: Immer mehr Unternehmen konzentrieren sich nämlich auf die eigentliche Wertschöpfung und Kapitaleffizienz. "Wir sehen steigende Eigenkapital- und Aktionärsrenditen. Ein Beispiel: Immer weniger Unternehmen ergreifen Abwehrmaßnahmen gegen Übernahmen", weiß Aoyagi.

Zu nennen sind es Weiteren Technologien der Zukunft: Zahlreiche japanische Unternehmen bieten vielversprechende Lösungen in Bereichen wie 5G, Internet der Dinge, Mobilität als Service, umweltfreundliche Materialien und Wasserstoffenergie – alles wichtige Bausteine für die Infrastruktur der Zukunft.

Dazu kommen noch enge Beziehungen innerhalb Asiens: Japan ist zunehmend mit Asien vernetzt, der am schnellsten wachsenden Region der Welt. Dennoch würden Value-Chancen oft übersehen, da der japanische Aktienmarkt relativ wenig im Fokus der Analysten stehe, führt Aoyagi ins Treffen.

Zwei Beispiele für aussichtsreiche Value-Aktien aus Japan
Aoyagi nennt hier als Erstes Nintendo: Das Spieleunternehmen erzielt durch Downloads von hochprofitablen Spielen steigende Umsätze und steigert die Anzahl zahlender Nutzer seiner Online-Plattform sowie den Bekanntheitsgrad der Marke in China. Der durchschlagende Erfolg beim Verkauf der Nintendo-Software beflügelt auch die Nachfrage nach Hardware. Die Aktie des Unternehmens schnellte dank einer 41-prozentigen Gewinnsteigerung in die Höhe, während der Markt im ersten Quartal 2020 einbrach.

Nitto Boseki: Nach Umstrukturierungen nähert sich der führende Hersteller von High-End-Glasfasern einer neuen Phase wachsender Gewinne. Er profitiert dabei zunehmend von der hohen Hitzebeständigkeit und den Isolationseigenschaften seiner Produkte, die im 5G-Bereich eine wichtige Rolle spielen. Das Unternehmen sollte zudem von seiner Rolle als Hersteller von Antikörpertests profitieren, die aufgrund der COVID-19-Pandemie stark nachgefragt werden. (kb)

 

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