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Jens Ehrhardt rät bei Gold zu Vorsicht

Eigentlich ist der Vermögensverwalter ein Fan des gelben Edelmetalls. Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen rät der Gründer und Vorstandschef von DJE Kapital bei Gold aber zu Besonnenheit.

Jens Ehrhardt, DJE Kapital
Jens Ehrhardt, DJE Kapital: "Die Produktionszahlen bei Gold steigen, und es kommt auch mehr Altgold auf den Markt."
© DJE Kapital

Die Wirtschaft erholt sich im Eilschritt, die Finanzmärkte profitieren von der weiterhin ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken. Doch nicht für alle Anlageklassen gilt die optimistische Aussicht: So rät Jens Ehrhardt, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Vermögensverwalters DJE Kapital, bei Gold zur Vorsicht. Eigentlich ist der Starinvestor großer Fan des Edelmetalls. Doch einige Punkte stimmen ihn zurückhaltend: "Die Produktionszahlen bei Gold steigen, und es kommt auch mehr Altgold auf den Markt", sagt Ehrhardt. Außerdem hätten im vergangenen Jahr verunsicherte Anleger viel Gold gekauft, vor allem in Form von ETFs, während sich traditionelle Käufer, etwa aus Indien oder China, zurückhielten. 

"Die ETF-Käufer könnten angesichts steigender Aktienkurse eher wieder verkaufen, was den Goldpreis drücken würde", warnt Ehrhardt. Auch die Charttechnik spreche bei Gold für eine vorsichtige Haltung. Grundsätzlich bleibe das Gelddrucken jedoch ein weltweiter Langfristtrend und davon müsste Gold profitieren, zumal bei einem niedrigen Realzins. Laut Ehrhardt sei eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Jahr 2023 noch keine beschlossene Sache. "Wenn man genau hinhört, hat Fed-Chef Jerome Powell zuletzt immer die Flexibilität der Geldpolitik betont", sagt der Finanzprofi. Ob die Zinsschritte wie erwartet kommen, sei für ihn noch nicht entschieden. 

Mittelfristiger Aufwärtstrend
Nachdem die Aktienmärkte, nicht zuletzt auch der Deutsche Aktienindex, seit dem Crash im März des vergangenen Jahres eine beeindruckende Rally hingelegt haben, stellt sich Ehrhardt nun auf ein ruhigeres Tempo ein. "Ich erwarte keine Baisse, auch wenn wir die beste Zeit des Jahres wohl hinter uns haben", sagt der Vermögensexperte. Eine kurzfristige Korrektur sei möglich. "Mittelfristig dürften wir uns dennoch in einem, wenn auch flacheren, Aufwärtstrend bewegen – wobei die Fiskalpolitik für weiteren Rückenwind sorgt", sagt Ehrhardt. (fp)

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