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Japan: GAM nennt gute Gründe für mehr Zuversicht

Für den japanischen Aktienmarkt sprechen nach Ansicht von Ernst Glanzmann und Reiko Mito, Fondsmanager bei GAM Investments, mehrere Gründe, die einen Einstieg rechtfertigen.

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© Alex Green / stock.adobe.com

Investoren sollten vielleicht japanischen Aktien einen genaueren Blick schenken, meint GAM Investments. „Im Jahr 1979 verfasste der britische Musiker Ian Dury einen Song mit dem rätselhaften Titel «Reasons to be Cheerful, Part 3». Bei der Beurteilung der Anlageaussichten japanischer Aktien im Vergleich zu ihren globalen Pendants, erkennen wir nach unserer Einschätzung mindestens drei Gründe, weshalb Anleger in japanischen Aktien zuversichtlich sein können“, schreiben Ernst Glanzmann und Reiko Mito, Fondsmanager bei GAM Investments, in im zweiten Teil einer längeren Japan-Analyse. Den ersten Teil können Sie HIER nachlesen.

Drei gute Gründe
Erstens erwirtschaften japanische Unternehmen im historischen Vergleich hohe Gewinne und Margen. Der leer gefegte Arbeitsmarkt verspricht gutes Einkommenswachstum. Dies dürfte den Konsum weiter ankurbeln und damit den Trend steigender Gewinne und Margen fortsetzen.

Zweitens haben die Führungsteams japanischer Unternehmen dank der robusten Gewinnmargen und Cashflows nicht nur erheblich mehr Spielraum für die Umsetzung von Investitionsplänen, die das zukünftige Wachstum des Geschäfts zusätzlich ankurbeln, sondern auch für Anpassungen der Kapitalverwendungsrichtlinien zugunsten von Rückführungen an die Aktionäre.

Drittens steigen die Dividendenrenditen weiter und die reinvestierten Dividenden stellen eine wichtige Komponente der Gesamtrendite japanischer Aktien dar.

Was änderte sich im Vergleich zu Vergangenheit?
„Wir werden oft gefragt, wie sich das Umfeld für die Unternehmen seit den Boomjahren der 1980er verändert hat. Und auch hier stellen wir fest, dass viele dieser Veränderungen sehr ermutigend sind“, schreiben Glanzmann und Mito.

Japan nimmt unverändert eine Spitzenposition bei Innovationen in der Robotertechnologie ein. Es wird sogar vermutet, dass die Entwicklung von Robotern dabei helfen könnte, die schwierige demografische Situation der Nation zu bewältigen. Die Abhängigkeit des Landes von Technologieexporten hat jedoch in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich abgenommen.

In Zeiten einer hitzigen Debatte über die außerordentliche Kursinflation bei den sogenannten FAANG-Aktien in den USA weist der japanische Aktienmarkt im Vergleich zu globalen Benchmarks eine signifikante „Untergewichtung“ von Technologieunternehmen und Banken auf.

Aktuell weist der japanische Aktienmarkt eine erheblich ausgewogenere Ausrichtung auf Sektoren mit Bezug zur Fertigung und zu Konsum auf, zum Beispiel auf die Bereiche Industriegüter und -dienstleistungen, Automobile, Körperpflege- und Haushaltsprodukte sowie Telekommunikation. „Obwohl wir unverändert sehr von unseren ausgewählten Technologie-Positionen überzeugt sind, kann die Tatsache, dass der breite Markt zunehmend weniger von Technologie- und Dienstleistungssektoren abhängt (die von globalen Regulierungsmaßnahmen betroffen sein können), nur als positiv eingestuft werden“, meinen Glanzmann und Mito.

Viele interessante Nischenplayer
Derzeit beruht die Anlagebeurteilung Japans fest auf der mikroökonomischen Ebene. Versierte Investoren können hier Nischenakteure entdecken, die ein nachhaltiges Gewinnwachstum zu angemessenen Kursen bieten. Aus Bewertungssicht seit laut Glanzmann und Mito auf die Tatsache hinzuweisen, dass japanische Unternehmen derzeit die höchste Rentabilität aufweisen, während deren Aktienkurse nach wie vor auf der Stelle verharren.

Dies habe zur Folge, dass sich die Aktienrisikoprämie (bzw. der Überschussertrag, den eine Anlage in japanischen Aktien gegenüber dem „risikofreien Ertrag“ bietet) auf dem höchsten Stand seit über 40 Jahren bewegt. „Nach unserer Einschätzung ist dies nur ein weiterer guter Grund, die Chancen in Betracht zu ziehen, die japanische Aktien derzeit bieten“, schließen Glanzmann und Mito. (aa)

 

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