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Jamie Dimon/ JPM: Dieser Boom könnte sich leicht bis 2023 fortsetzen!

Der 65-jährige CEO von J.P. Morgan sagte kürzlich, er sei optimistisch, dass die Pandemie mit einem Rebound der US-Wirtschaft enden werde, der zumindest zwei Jahre dauern könne.

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JPM-CEO Jamie Dimon
© Daniel Acker / Bloomberg

"Ich hege wenig Zweifel daran, dass angesichts exzessiv gestiegener Ersparnisse, der neuen Stimuli, die wiederum zum Teil Ersparnisse bilden werden, des großen Deficit Spending, der Fortsetzung des Quantitative Easing, einer neuen potentiellen Infrastruktur-Offensive, einer erfolgreichen Massenimpfung und nicht zuletzt angesichts der Euphorie zum Ende der Pandemie die US-Wirtschaft wahrscheinlich boomen wird", schreibt Jamie Dimon, CEO von J.P. Morgan, im aktuellen jährlichen Brief an die Bankaktionäre, aus dem Bloomberg News zitiert. Der Boom könne leicht bis 2023 dauern, fügt er hinzu. 

Banken gut vorbereitet für das, was wohl unvermeidlich kommt
Noch nie dagewesene Hilfprogramme auf Bundesebene hätten der hohen Arbeitslosigkeit den Schrecken genommen und eine weitere wirtschaftliche Verschlechterung hintangehalten, so Dimon weiter. Die Banken seien in starker Verfassung in die Krise gegangen und könnten helfen, die Folgen abzufedern. Banken hätten von den Stimuli profitiert und konnten Kapitalpuffer zur Verrechnung mit später auftretenden Kreditverlusten bilden. Zudem hätten sie in Stresstests gute Figur gemacht.  

Kluge Konsumenten
Dimon weist in seinem Aktionärsbrief auch auf die US-Konsumenten hin, die ihre  Regierungsschecks dazu verwendeten, Schulden zu reduzieren, sodass die Konsumentenverschuldung nun auf dem niedrigsten Stand seit 40 Jahren sei. Andere hätten ihre Ersparnisse erhöht, was ein außergewöhliches Kaufkraftniveau nach dem Ende der Krise bedeute.

Goldilock-Szenario?
Die letzte Runde an Quantitative Easing-Maßnahmen werde mehr als drei Billionen an Einlagen in den US-Banken ermöglichen, von denen ein Teil als Kredit ausgereicht werden könne. Das alles könne zu einem Goldilock-Szenario führen, so Dimon weiter, wo es nachhaltiges und schnelles Wachstum gebe und die Inflation nur langsam ansteigt. Gefahren für diese beste aller Welten drohe durch Virus-Mutationen und einen rapiden Inflationsanstieg, der früher als geplant zu Zinserhöhungen führe. 

Längster Aktionärsbrief ever von Dimon
Dimon ist der prominenteste CEO im Bereich des Global Banking, der auch immer wieder als Sprecher der Branche auftritt, während er gleichzeitig eine Megabank, die sowohl Konsumkreditgeschäft als auch Investment Baking führt. Er steht seit 2005 an der Spitze von J.P. Morgan und ist damit der einzige CEO, der nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 noch immer seine Funktion bekleidet. Der 65 Seiten lange Aktionärsbrief ist Dimons längster und umfasst wie gewohnt eine Fülle von Themen, die von der Finanzregulierung über China und die zunehmende Ungleichheit bis zum strukturellen Rassismus reicht. (kb)

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