Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

ISM PMI Manufacturing weiterhin durch den Handelsstreit belastet

Zum Abschluss des recht turbulenten Jahres 2019 konnte sich dieser sehr wichtige US-Stimmungsindikator im Dezember entgegen der Erwartungen nicht erholen. So gab der Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor der US-Wirtschaft im letzten Monat des alten Jahres auf 47,2 Punkte nach

schiff.jpg
© katy_89 / Fotolia

Damit zeigt der ISM PMI Manufacturing nach mechanistischer Interpretation weiterhin kein Wachstum an und entfernt sich sogar noch etwas stärker von der magischen Marke, die bei 50 Zählern liegt. Viele Beobachter hätten offenbar erwartet, dass die sich im Laufe des Dezembers immer klarer abzeichnende Teileinigung im Handelskonflikt zwischen Washington und Peking bereits eine Stimmungsaufhellung in der US-Industrie hätte auslösen müssen, meint Analyst Tobias Basse vom NORD/LB Research. Diese Hoffnungen seien nun enttäuscht worden. Inzwischen sei aber klar, dass der Phase-One-Deal nun am 15. Januar 2020 unterzeichnet werde, was im Januar 2020 helfen sollte.

Genauerer Blick auf die Details
Die Analyse des ISM PMI Manufacturing zeigt, dass die wichtige Produktionskomponente zum Abschluss des Jahres 2019 auf nur noch 43,2 Punkte abgesackt ist. Folglich hat der von den US-Industrieunternehmen tatsächlich realisierte Output im Dezember deutlich gelitten. Die Auftragskomponente gab dagegen am aktuellen Rand lediglich leicht nach. Mit 46,8 Zählern wurde aber natürlich dennoch kein erfreulicher Wert gemeldet. Die Order-Bücher der US-Industrie füllen sich also auch weiterhin nur sehr langsam.

Die Arbeitsmarktkomponente ging ebenfalls leicht zurück
Mit 45,1 Punkten wird kein großer Personalbedarf der befragten Unternehmen angezeigt. Dieser ziemlich schwache Wert passt gut zur Produktionskomponente.

Anziehende Preiskomponente
Die Preiskomponente zog dagegen an und notiert nun bei 51,7 Zählern. Dieser Anstieg dürfte ebenfalls ein Resultat des US-Handelsstreits mit China sein.

Auch die verbalen Rückmeldungen der Befragungsteilnehmer zeigen klar an, dass die Einkaufsmanager im Dezember noch durch den Handelskonflikt zwischen Peking und Washington verunsichert waren. Aus einige Sektoren der US-Industrie waren aber auch schon zum Ende von 2019 hin positive Stimmen zu hören.

Fazit
Der ISM PMI Manufacturing hat sich zum Abschluss des Jahres 2019 weiter abgeschwächt. Der Handelskonflikt zwischen Washington und Peking hat die Stimmung in der US-Industrie offenkundig auch noch im Dezember 2019 belastet. Die nun erreichte Teileinigung sollte perspektivisch helfen können. Insofern sei die Erholung beim ISM PMI Manufacturing wohl nur auf den Januar 2020 verschoben worden, sagt Tobias Basse. (kb)    


 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren