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Insurance Europe mit Solvency II Review der EU-Kommission unzufrieden

Der Versicherungsdachverband der europäischen Assekuranz hätte sich mehr als einen zaghaften Bericht zum Solvency II-Regelwerk der Branche erwartet. Eine Gelegenheit zur Förderung der Kapitalmarktunion (CMU) sei ausgelassen worden, moniert Olav Jones, stellvertretender Generaldirektor des Verbandes.

Olav Jones
Der stellvertretende Generaldirektor vom Insurance Europe, Olav Jones, hat sich mehr vom Kommissionspapier zum Solvency II Review erhofft.
© Insurance Europe

Olav Jones wird deutlich: "Als größte Investorengruppe innerhalb der EU haben wir immer das Ziel des Ausbaus der Kapitalmarktunion unterstützt, um Kapital für Investitionen innerhalb Europas bereitzustellen. Totz der Tatsache, dass zweifellos auf einigen Gebieten Fortschritte gemacht wurden, müssen doch einige Punkte neu angesprochen werden." So habe es die Kommission verabsäumt, in ihrem Bericht zur Solvency II-Regulierung Möglichkeiten vorzuschlagen, zusätzliches Kapital der Versicherer für Investitionen im Euroraum für den Anschub der Wirtschaft nutzbar zu machen.

Ziel der Kapitalmarktunion
Die Kapitalmarktunion hat nämlich zum Ziel, Investitionsbarrieren abzubauen und aufsichtsrechtliche Fragen zu klären, die die Versicherungswirtschaft bisher von einem höheren Anteil an Langfrist-Investments abgehalten haben. Einige begrüßenswerte Verbesserungen habe es zwar gegeben, so Jones, etwa im Hinblick auf STS-Verbriefungen und Infrastrukturanlagen, man brauche aber mehr. So seien einige wichtige Aspekte betreffend Aktien, Risk Margins, Volatilitätsanpassungen und LAC DT(Loss Absorbing Capacity of Deferred Taxes) in dem Solvency II Bericht nicht angemessen angesprochen worden.  

Zu hohe Hürden: so bitte nicht!
Im Fortschrittsbericht zur Kapitalmarktunion bezieht sich die EU-Kommission auf Anpassungsvorschläge, die man in Bezug auf Aktieninvestments von Versicherern gemacht hat. Leider bedeuten die Kommissionsvorschläge, die Gegenstand eines  Konsultationsverfahrens im Rahmen der delegierten Rechtsakte ("Solvency II Delegated Acts") sind, dass das Ziel, Investments der Assekuranz auszulösen, nicht erreicht wird - dies vor allem deshalb, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich ein Versicherungsunternehmen für die Kalibrierung qualifiziert. 

Schade um die Gelegenheit
Die Versicherungsindustrie trauert der Chance nach, dass die Kommission diese Gelegenheit, wirksame Vorschläge zu machen, ungenutzt verstreichen ließ. Die unnötig hohen Kapitalanforderungen für das Halten langfristiger Aktienbestände sollten einer Überprüfung unterzogen werden, mein Jones, denn sie würden das langfristige Risiko-Exposure dieser Assetklasse nicht angemessen widerspiegeln. (kb)

 

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