Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Vermischtes
twitterlinkedInXING

Institutionelle geben deutscher Fondsbranche Rückenwind

Laut BVI flossen der deutschen Fondswirtschaft im ersten Halbjahr dieses Jahres 42 Milliarden Euro zu. Der Löwenanteil dieser Gelder stammt von Spezialfonds, die von institutionellen Investoren dotiert wurden.

investmentfonds.jpg
© Brown / stock.adobe.com

Die deutsche Fondswirtschaft kann sich wieder einmal bei ihrer institutionellen Klientel bedanken. Die Fondsgesellschaften heimischer Provenienz sammelten im ersten Halbjahr im Rahmen ihres Neugeschäfts netto 41,9 Milliarden Euro ein. Das ist mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres, als ihr 40,6 Milliarden Euro zuflossen.

Das Neugeschäft stammt überwiegend von offenen Spezialfonds mit 38,3 Milliarden Euro. In offene Publikumsfonds flossen 1,8 Milliarden Euro. Geschlossene Fonds erzielten 1,7 Milliarden Euro. Freie Mandate verzeichneten netto keine neuen Gelder.

Institutionelles Geld dominiert
Seit Jahresanfang ist das von den Fondsgesellschaften verwaltete Vermögen von 2.954 Milliarden Euro auf 3.226 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um neun Prozent. Von dem Gesamtvermögen entfallen 1.772 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds, 1.053 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds, 390 Milliarden Euro auf freie Mandate und elf Milliarden Euro auf geschlossene Fonds.

Spezialfonds: Auslagerung des Portfoliomanagements nimmt zu
Wie der BVI darüber hinaus berichtet, hat bei offenen Spezialfonds die Auslagerung des Portfoliomanagements in den vergangenen Jahren zugenommen. Von den 1.677 Milliarden Euro der Wertpapier-Spezialfonds managen konzernfremde Vermögensverwalter 738 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 44 Prozent per Ende Juni 2019. Ende 2012 waren es 37 Prozent (siehe nachfolgende Grafik, Angaben in den Säulen sind in Prozent).

Trend geht in Richtung Outsourcing
Ein Grund dafür sei laut BVI, dass viele institutionelle Anleger für das Management bestimmter Assetklassen, wie Unternehmensanleihen oder Wertpapiere aus Schwellenländern, spezialisierte Asset Manager, zum Beispiel aus den USA, auswählen.

Zudem nutzen ausländische Vermögensverwalter das Portfoliomanagement für Fonds als Zugang zum deutschen Markt, ohne eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft zu gründen.

Bei den offenen Immobilien-Spezialfonds, die insgesamt ein Netto-Vermögen von 95 Milliarden Euro verwalten, ist der Anteil in den letzten Jahren rasch gestiegen. Vor sieben Jahren steuerten Manager außerhalb des Konzerns noch vier Prozent des Netto-Vermögens, inzwischen sind es 26 Prozent. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen