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instiHub Analytics: Starkes Wachstum beim Fondsvermögen

Der Datenanbieter aus London hat beim beobachteten Vermögen, das an externe Manager ausgelagert ist und in „Sub-advised“-Fonds steckt, im zweiten Quartal dieses Jahres einen Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich gemessen. Dieser Trend könnte zukünftig stärker werden.

Andreas Pfunder, CEO von instiHub
Andreas Pfunder, CEO von instiHub
© instihub

Instihub meldet einen Zuwachs von 63,2 Milliarden bzw. sechs Prozent auf 1,2 Billionen Euro, das in Sub-advised-Fonds steckt. Für den Löwenanteil beim Wachstum sorgten Fonds-Sponsoren in Irland und Frankreich (der zweit- und viertgrößte Sub-advised-Fonds-Markt), die für zehn beziehungsweise neuen Prozent Wachstum sorgten. Der schwedische Markt (25,7 Milliarden Euro in Sub-Advised-Fonds) und der deutsche Markt (14,4 Mrd. Euro) wuchsen jeweils um acht Prozent. Seit Jahresbeginn weisen Länder wie Frankreich, Schweden, Großbritannien und Deutschland die höchsten Wachstumsraten in diesem Segment auf.

Nachdem Aktienfonds im ersten Quartal mit einem Zuwachs von elf Prozent das Wachstum der verwalteten Vermögen dominiert hatten, ging dieser Schwung im zweiten Quartal auf immer noch starke sechs Prozent zurück, während einige Anleger in Sub-advisory-Fonds offenbar Gewinne mitnahmen: Die Volumina von Geldmarktfonds stiegen um drei Prozent, nachdem diese im ersten Quartal um zwei Prozent zurückgegangen waren. In der Zwischenzeit überholte das Wachstum der Multi-Asset-Fonds mit sieben Prozent die am stärksten wachsende Anlageklasse Aktienfonds. Das Volumen der festverzinslichen Anlagen stieg wieder um vier Prozent, nachdem es im ersten Quartal stagniert hatte.

ESG boomt
Seit Dezember 2020 ist der Anteil der von den zusätzlichen Fondsberatern betreuten Vermögenswerte in ESG-Fonds von drei Prozent auf 4,2 Prozent gestiegen, mit einem Wachstum der verwalteten Vermögen von 60 Prozent gegenüber 13 Prozent für den Gesamtmarkt. Dies ist laut Instihub die größte Wachstumsstory im Bereich der Sub-advised Fonds, die sich in den letzten fünf Jahren entwickelt hat. Zur Orientierung: Seit Dezember 2016 ist das Vermögen der vermarkteten ESG-Fonds von fünf Milliarden auf 48,5 Milliarden Euro oder 858 Prozent gestiegen.

Das Wachstum hat sich seit Juni 2020 beschleunigt, wobei sich die Assets under Management (AuM) bis Juni 2021 mehr als verdoppelt haben, was mit einem größeren Umweltbewusstsein im Zuge der Pandemie zusammenfiel. In diesem Zeitraum ist die Zahl der Sub-advised-ESG-Fonds von 64 auf 83 gestiegen. Globale Aktienfonds stellen mit einem Anteil von knapp 60 Prozent am Gesamtvermögen den größten Sektor dar. Das schnellste Wachstum verzeichneten die globalen Multi-Asset-ESG-Fonds, deren AuM-Anteil sich von zehn Prozent im Dezember 2020 auf 21 Prozent Ende des zweiten Quartals dieses Jahres verdoppelte.

Ein Großteil der jüngsten Produkteinführungen in der Sub-Advised-Fonds-Branche drehte sich um ESG-Fonds: 27 Prozent oder 26 aller 95 neu aufgelegten Mandate im ersten Halbjahr 2021 wurden an ESG-Fonds vergeben.

Zahlreiche Mandate
Die Ernennung neuer Sub-Advisor hat sich im zweiten Quartal auf 126 Mandatsgewinne im Wert von 21,8 Milliarden Euro beschleunigt, womit die Verluste von 108 Mandaten im Wert von 8,9 Milliarden Euro leicht überwunden wurden. Zum Vergleich: Im ersten Quartal waren die Verluste größer als die Gewinne.

Die durchschnittlichen Mandatsgewinne aus Fondsauflegungen und dem Outsourcing von zuvor intern verwalteten Fonds sind auf rollierender Zwölf-Monats-Basis stetig gestiegen. Während das durchschnittliche Geschäft in den zwölf Monaten bis März 2020 einen Wert von 38,5 Millionen Euro hatte, erhielten die Sub Advisor in den zwölf Monaten bis Juni 2021 durchschnittlich 66,8 Millionen Euro.

Deutlicher Schub zu erwarten
Mit Blick auf die Zukunft geht instiHub davon aus, dass sich das überdurchschnittliche Wachstum der Sub-Advisory-Branche in Europa fortsetzen und in den nächsten sechs Monaten einen deutlichen Schub erfahren wird, da Plattformen mit Zugang zu Großanlegern damit beginnen, neu eingerichtete Sub-Advisory-Lösungen zu finanzieren oder bestehende Lösungen zu erweitern, um Skaleneffekte zu erzielen.

Laut Andreas Pfunder, CEO von instiHub, wird ein Teil dieses Wachstums die Möglichkeiten des Fondsvertriebs durch Dritte schmälern: "Die Analyse unserer Daten zeigt deutlich, dass Sub-advised-Fonds in den Bereich der Drittfonds vordringen. Fund-of-Fund-Manager, die auch Sub-Advised-Programme betreiben, ersetzen zunehmend Fondsbestände von Drittanbietern durch hauseigene Klone, die von denselben Drittanbietern zu einer niedrigeren Gebühr beraten werden. Wir gehen davon aus, dass diese Geschäfte immer weiter verbreitet sind und ein Volumen von mehreren zehn Milliarden haben. Ich erwarte, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, auch bei diskretionären und Modellportfolios.“ (aa)

 

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