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Immobilienmogul setzt auf Gold als Krypto-Sicherheit

Dass am Ende des Tages auch bei Kryptoinvestments Gold respektive Ansprüche darauf als der ultimative, sichere Hafen gefragt sind, zeigt sich unter anderem am digitalen Token DIGau.

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© Paradorn / stock.adobe.com

Der New Yorker Immobilienmogul Kent Swig hat sich über sechs Milliarden Dollar (5 Milliarden Euro) an Goldreserven besorgt, um seine neue Kryptowährung zu besichern. Der Wert des digitalen Tokens DIGau wird an den Marktpreis des Edelmetalls gekoppelt sein, garantiert durch Pfandrechte, die die Firma Dignity Gold von Swig und seinem Partner Stephen Braverman über Minen in Nevada und Arizona abgesichert hat. Darüber informiert "Bloomberg".

Stabile Untermauerung neuer Technologie
“Gold war einer der ursprünglichen Grundpfeiler aller Währungen”, sagte der 60-jährige Swig in einem Interview. „Wir erfinden das Rad hier nicht neu. Was wir tun, ist, die weltweit stabile Untermauerung vieler Dinge auf eine sehr fortschrittliche Technologie anzuwenden.”

Swig, ein Immobilieninvestor in dritter Generation und Eigentümer des Immobilienunternehmens Brown Harris Stevens, interessierte sich für Kryptowährungen, nachdem er von seinem Teenager-Sohn mehr über das Konzept erfahren hatte.

Sogenannte Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an eine externe Referenz gebunden werden kann, bei der es sich um einen physischen Vermögenswert wie Gold oder den US-Dollar handeln könnte. Dies sorgt theoretisch für mehr Preisstabilität - ein Puffer gegen die enormen Schwankungen digitaler Währungen wie Bitcoin.

Tether, einer der bekanntesten Stablecoins, wurde jahrelang von Spekulationen heimgesucht, wonach er nicht, wie behauptet, eins-zu-eins mit Dollars unterlegt sei. Der Emittent von Tether versprach nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Februar, den New Yorker Behörden zukünftig vierteljährlich einen Bericht über seine Reserven vorzulegen. Tether hat auch ein mit Gold unterlegtes Produkt, Tether Gold, bei dem jeder Token eine Feinunze physischen Goldes repräsentiert.

Sowohl Gold als auch Kryptowährungen haben im vergangenen Jahr erneut das Interesse von Anlegern geweckt, die eine Absicherung gegen Inflation suchen. Gold ist seit Januar 2020 um ca. 14 Prozent gestiegen, während der Preis für Bitcoin - die am weitesten verbreitete Kryptowährung - dieser Tage weit über 60.000 US-Dollar gestiegen ist.

Dennoch hat die Kombination von Gold und Krypto bislang eine schlechte Erfolgsbilanz. Versuche, die beiden zu kombinieren, fanden wenig Anklang. Das liegt zum Teil daran, dass viele Anhänger von Kryptowährungen Goldbarren verachten - ironischerweise obwohl Bitcoin den Spitznamen “digitales Gold” trägt und als dessen moderne Alternative beworben wird.

Über die Besicherung
Swig sagte, er habe 18 Monate weltweit nach Gold gesucht, um die Reserven in Höhe von sechs Milliarden Dollar zu sichern. Auch wenn er für Goldvorkommen weltweit offen sei, verleihe die Tatsache, dass sich Vorkommen in den USA befinden, dem Token zusätzliche Glaubwürdigkeit und Transparenz, sagte er. Zusammen mit der Verpfändungs- und Sicherungsvereinbarung hat Dignity Gold eine Terminkaufvereinbarung für Gold, das aus den Minen in Lincoln County, Nevada, und Mohave County, Arizona, gefördert wird.

DIGau wird als Gold-Backed-Crypto-Instrument mit Sitz in den USA, das eine Dividende an Token-Inhaber zahlt, laut Swig einzigartig sein. Der Token wird in Übereinstimmung mit den verschiedenen regulatorischen Prozessen der Financial Industry Regulatory Authority und anderen Gremien ausgegeben werden.

Während vermögende Privatpersonen und Family Offices zunehmend in digitale Währungen investieren, haben bisher nur wenige ihre eigenen aufgelegt. “Das Geschäft mit Kryptowährungen ist ganz generell ein Außergewöhnliches”, betont Swig abschließend. (aa)

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