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Immobilienklima im freien Fall: tiefster Stand seit 2012

Der Deutsche Hypo Immobilienklima-Bericht Juni 2019 zeigt: Die Verschnaufpause war nur kurz. Nach der vermeintlichen Stabilisierung im Vormonat sehen die befragten Immobilienexperten den Markt im Juni wieder deutlich negativer. Ein Rückgang um 3,1 Prozent entspricht einem Wert von 117,1 Punkten.

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© Archiv

Dieser Rückgang auf 117,1 Punkte bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass das  Immobilienklima auf niedrigsten Stand seit 6,5 Jahren abstürzt. Auch die Teilindizes weisen deutliche Rückgänge auf. Mit 2,0 Prozent fällt die Abnahme beim Investmentklima noch moderat aus, berücksichtigt man, dass der Rückgang des Ertragsklimas mit 4,3 Prozent mehr als doppelt so stark ausfällt.

Einziger Lichtblick: Hotel- und Handelklima widerstehen dem Trend
Mit 120,1 Punkten und einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat fällt der Stimmungsaufschwung des Hotelklimas geringer aus als im Vormonat. Vor dem Hintergrund, dass das Hotelklima in diesem Monat jedoch die einzige Assetklasse darstellt, die überhaupt eine Stimmungsaufhellung verzeichnen kann, ist der erneute Zuwachs dennoch bemerkenswert. Das Handelklima zeigt sich stabil bei 69,5 Punkten (+/- 0,0 Prozent).

Deutlich eingetrübte Stimmungslage in den übrigen Assetklassen: Wohnklima stürzt ab
Das Büroklima setzt den Negativtrend fort und verzeichnet einen Rückgang um 3,3 Prozent auf nun 134,0 Punkte. Noch deutlicher fällt der Rückgang des Wohnklimas aus. 135,0 Punkte sind nicht nur der niedrigste Wert seit April 2010, sondern entsprechen auch einem erheblichen Rückgang von 7,1 Prozent. Dadurch verliert das Wohnklima auch erstmals seit April 2018 wieder die Spitzenposition. Neuer Spitzenreiter ist das Logistikklima, das zwar ebenfalls einen spürbaren Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vormonat auf nun 138,6 Punkte hinnehmen muss, aber von der noch stärkeren Eintrübung in den anderen Assetklassen profitiert.

Fazit
Die registrierten minus 7,1 Prozent beim Wohnklima stellen den niedrigsten Wert seit April 2010 dar und sicherlich den politischen Diskussionen um Mietzins-Deckelungen beziehungsweise -Einfrierungen und Enteignungsphantasien geschuldet. Ob solche Programme und Markteingriffe dazu geeignet ist, die Mietenmisere zu beenden, möge der geneigte Leser sich selbst beantworten. (kb)

 

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